Fülszöveg
1913
Die Geschichte eines ungeheuren Jahres
Virtuos entfaltet Florian Illies das Panorama eines unvergleichlichen Jahres, in dem unsere Gegenwart beginnt. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Proust sucht nach der verlorenen Zeit, Malewitsch malt ein Quadrat, Beim liebt Lasker-Schüler, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer, Kirchner gibt der Metropole ein Gesicht, Kafka, Joyce und Musil trinken am selben Tag in Triest einen Cappuccino - und in München verkauft ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten. 1913: Anfang und Ende, Triumph und Melancholie verschmelzen, alles wird Kunst. Nach diesem Sommer ist nichts mehr, wie es war. Wie kein anderer erweckt dejj^legante Stilist Florian Illies mit leisem Humor den Zauber eines'Schlüsselmoments der Kulturgeschichte zum Leben. ^
»In seinem Buch, einem brillanten Spiel aus Originalzitaten und Nachzeichnung, zaubert [Florian Illies] aus dem...
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Fülszöveg
1913
Die Geschichte eines ungeheuren Jahres
Virtuos entfaltet Florian Illies das Panorama eines unvergleichlichen Jahres, in dem unsere Gegenwart beginnt. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Proust sucht nach der verlorenen Zeit, Malewitsch malt ein Quadrat, Beim liebt Lasker-Schüler, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer, Kirchner gibt der Metropole ein Gesicht, Kafka, Joyce und Musil trinken am selben Tag in Triest einen Cappuccino - und in München verkauft ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten. 1913: Anfang und Ende, Triumph und Melancholie verschmelzen, alles wird Kunst. Nach diesem Sommer ist nichts mehr, wie es war. Wie kein anderer erweckt dejj^legante Stilist Florian Illies mit leisem Humor den Zauber eines'Schlüsselmoments der Kulturgeschichte zum Leben. ^
»In seinem Buch, einem brillanten Spiel aus Originalzitaten und Nachzeichnung, zaubert [Florian Illies] aus dem Jahr, das zur Katastrophe führt, ein Abenteuer der Gegenwärtigkeit.« Matthias Matussek, Der Spiegel
»Ein Buch, das glücklich macht.« Finn Canónica, Das Magazin, Zürich
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1913: ein Moment höchster Blüte, ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalls inne. Literatur, Kunst und Musik wissen schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hat. Franz Kafka schreibt unendlich lange, unendlich schöne Briefe an Feiice Bauer, mit denen er sich um eine Ehe mit ihr bringt, Strawinsky und Schönberg sorgen für unerhörte Skandale, in Essen wird der Prototyp des ersten Aldi-Supermarkts, in Mailand die erste Prada-Filiale eröffnet, Duchamp montiert ein Rad auf einen Küchenhocker, Sigmund Freud und Rainer Maria Rilke gehen in München einen trinken, ein 15-Jähriger namens Bertolt Brecht wird Chefredakteur einer Augsburger Schülerzeitung und Ernst Ludwig Kirchner mah wieder und wieder den Potsdamer Platz. Florian Illies ist mit seinem Buch das atemberaubende Porträt eines einzigartigen Jahres gelungen, in dem das lange 19. auf das kurze 20. Jahrhundert der Kriege und Extreme knallt, und er lässt dieses Jahr 1913, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Untergangs, in einem grandiosen Panorama zur lebendigen Gegenwart werden.
»Wie unerhört leicht diese Verlmüpfungen und Zusammenfügungen bei Illies gespielt werden: Jeder Satz sitzt, wie Wort für Wort hundertfach ab- und nachgewogen, bis alles ganz wundersam locker in Schwingung gerät. Selten wurde die Frage nach dem Wirkungsgrad der Kunst auf die Gesellschaft verständlicher beantwortet als hier.« Alexander Wallasch, taz
Vissza