Fülszöveg
»Niemand hat richtig gelebt, der nicht die Weh vor dem Ersten Wek-krieg kannte«, lautet ein Spruch aus den zwanziger Jahren. Diese Sehnsucht nach der »guten alten Zeit« war es auch, die den Prinzen Romanow, einen Cousin des letzten Zaren, zur Feder greifen ließ. Liebevoll schildert er seine Familie und das Leben auf dem Gut Znamenka auf der Krim, wo sein Vater Gouverneur ist. Er führt einerseits das Leben eines »westlichen« Jungen aus höchstem Adel, mit englischer Gouvernante und französischer Erzieherin, mit Tennisspielen und Reiten und Bällen - andererseits ist da noch der ganze Zauber des alten Rußlands zu spüren, wenn er die uralten Bräuche und Riten zu den Festtagen schildert. Seine Familie gehörte zum engsten Kreis um den Zaren, hatte überall Zutritt, mehr noch: Der Zar machte häufig mit seiner Familie Urlaub auf Znamenka. So konnte der junge Roman Romanow den Zaren ganz aus der Nähe betrachten. Die unglaubliche Pracht des Zarenhofes, das persönlich eher bescheidene...
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Fülszöveg
»Niemand hat richtig gelebt, der nicht die Weh vor dem Ersten Wek-krieg kannte«, lautet ein Spruch aus den zwanziger Jahren. Diese Sehnsucht nach der »guten alten Zeit« war es auch, die den Prinzen Romanow, einen Cousin des letzten Zaren, zur Feder greifen ließ. Liebevoll schildert er seine Familie und das Leben auf dem Gut Znamenka auf der Krim, wo sein Vater Gouverneur ist. Er führt einerseits das Leben eines »westlichen« Jungen aus höchstem Adel, mit englischer Gouvernante und französischer Erzieherin, mit Tennisspielen und Reiten und Bällen - andererseits ist da noch der ganze Zauber des alten Rußlands zu spüren, wenn er die uralten Bräuche und Riten zu den Festtagen schildert. Seine Familie gehörte zum engsten Kreis um den Zaren, hatte überall Zutritt, mehr noch: Der Zar machte häufig mit seiner Familie Urlaub auf Znamenka. So konnte der junge Roman Romanow den Zaren ganz aus der Nähe betrachten. Die unglaubliche Pracht des Zarenhofes, das persönlich eher bescheidene Auftreten der Zarenfamilie, dann wieder die großen Feste in der alten Hauptstadt St. Petersburg oder im Sommer auf der Krim Roman Romanow beschreibt die versunkene Welt, die ihm um so prächtiger und funkelnder erscheinen muß, als er sie als Kind und Jugendlicher erlebt hat. Der Krieg bringt auch für die obersten Kreise der russischen Gesellschaft einschneidende Veränderungen. Das Ende kommt in der menschewikischen Revolution
im März 1917, die den Zaren absetzt und die Romanows unter Hausarrest stellt. 1919 gelingt den Romanows durch Vermittlung der englischen Krone die Flucht nach Dänemark.
Die Erinnerungen des Prinzen Romanow ermöglichen einen direkten Blick in die damals streng abgeschirmte prächtige und fast mystische Welt des altrussischen Zaren-tums.
Prinz Roman Romanow (1896 bis 1978) ist ein Cousin des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Nach der Revolution wurden die überlebenden Mitglieder der Famihe Romanow auf einem britischen Kriegsschiff aus Rußland geholt. Prinz Romanow lebte bis zu seinem Tod in Südfrankreich. Seine Erinnerungen wurden von seinen Söhnen Nikolaj (geb. 1922) und Dimitri (geb. 1926) Romanow postum herausgegeben.
Die glanzvolle Welt des alten Rußland
Aus nächster Nähe erlebte Prinz Roman Romanow den letzten Zaren, seinen Hof und die Aristokratie vor ihrem Untergang. Er schildert seine Jugend auf dem großen väterlichen
Gut, das höfische Leben, die prächtigen Feste in St. Petersburg
Die versunkene Welt des alten Rußland wird faszinierend gegenwärtig.
Vissza