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Glücklichsein hängt zum guten Teil vom Menschen selbst ab. "Wer sidi klar wird über die — oft geringfügigen — Ursachen von Unglück und Mißstimmung, kann sich auch in dieser schweren Zeit sein Glück erobern. Mögen einige von den unzähligen Menschen, die ihr Unglück über sich ergehen lassen, ohne ihm etwas Gutes abgewinnen zu können, in diesem Buch eine Diagnose ihres Zustandes finden und zugleich einige Anregungen, wie sie ihm entrinnen können.
Das Glück dieser Welt nimmt keinerlei besondere Bildung des Lesers zur Voraussetzung und wurde geschrieben in dem Glauben, daß viele, die unglücklich sind, glücklich werden könnten, wenn sie es nur richtig anzufangen verständen.
Für Russell sind die...
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Glücklichsein hängt zum guten Teil vom Menschen selbst ab. "Wer sidi klar wird über die — oft geringfügigen — Ursachen von Unglück und Mißstimmung, kann sich auch in dieser schweren Zeit sein Glück erobern. Mögen einige von den unzähligen Menschen, die ihr Unglück über sich ergehen lassen, ohne ihm etwas Gutes abgewinnen zu können, in diesem Buch eine Diagnose ihres Zustandes finden und zugleich einige Anregungen, wie sie ihm entrinnen können.
Das Glück dieser Welt nimmt keinerlei besondere Bildung des Lesers zur Voraussetzung und wurde geschrieben in dem Glauben, daß viele, die unglücklich sind, glücklich werden könnten, wenn sie es nur richtig anzufangen verständen.
Für Russell sind die drei Hauptursachen, die der Erfüllung dieses Traumes entgegenstehen, die Konflikte des Menschen mit der Natur, mit seinen Mitmenschen und mit seinem Ich. Indem er darlegt, wie sich die Bedeutung
dieser Konflikte im Laufe der Menschheitsgeschichte wandelt, wird dieses Buch zugleich zu einer stolzen Biographie des Menschen mit seinen äußeren und inneren Kämpfen und zu einer Abrechnung mit seinen überholten Ängsten und Tabus, mit einer veralteten Ethik und übertriebenem Nationalstolz. „Wir klammern uns an alte Mythen, um weiterhin in Furcht und Haß leben zu können — vor allem in Haß auf uns selbst, uns elende Sünder. Wie töricht! Der Mensch braucht heute zu seiner Erlösung nur eines: er muß sein Herz der Freude erschließen und die Furcht in die dunkle, vergessene Vergangenheit zurückverweisen. Er muß seine Augen aufheben und sich sagen: Nein, ich bin kein elender Sünder: ich habe auf einem langen und beschwerlichen Weg entdeckt, wie natürliche Widerstände mit Klugheit zu überwinden sind und daß man frei und freudig leben kann, in Frieden mit sich selbst und daher in Frieden mit der ganzen Welt."
Vissza