Fülszöveg
Ein leuchtender Baum erscheint auf dem dunklen Hügel, wie eine Vision in der winterlichen Luft der Heide, wie ein Wunder. Er weist dem jungen Mädchen, das verzweifelt in die Einöde hineinläuft, den Weg zu Verständnis und Wärme, zu Geborgenheit. Und gleich einem Stern geht in dieser Nacht in der entlegenen Behausung ein neues Leben auf.
Das ist auch die Botschaft der anderen Weihnachtserzählungen in dieser Sammlung: Achtet aufeinander, tragt Sorge, daß keinem ein Unrecht geschieht, macht diese Erde zu einer guten Heimat für die Menschen! Dichter aus aller Welt, zum Beispiel Hans Christian Andersen, Oskar Maria Graf, Bret Harte, Erich Kästner, Ejnar Mikkelsen, Marcel Pagnol, Alexander Puschkin, Theodor Storm und Anton Tschechow, haben heitere und ernste Geschichten und Gedichte über ihre weihnachtlichen Erlebnisse und Beobachtungen geschrieben. So kehrt Felix, vor Jahren zum Einholen geschickt und seither verschollen, am Weihnachtsabend zu Vater und Mutter zurück. In der Familie...
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Fülszöveg
Ein leuchtender Baum erscheint auf dem dunklen Hügel, wie eine Vision in der winterlichen Luft der Heide, wie ein Wunder. Er weist dem jungen Mädchen, das verzweifelt in die Einöde hineinläuft, den Weg zu Verständnis und Wärme, zu Geborgenheit. Und gleich einem Stern geht in dieser Nacht in der entlegenen Behausung ein neues Leben auf.
Das ist auch die Botschaft der anderen Weihnachtserzählungen in dieser Sammlung: Achtet aufeinander, tragt Sorge, daß keinem ein Unrecht geschieht, macht diese Erde zu einer guten Heimat für die Menschen! Dichter aus aller Welt, zum Beispiel Hans Christian Andersen, Oskar Maria Graf, Bret Harte, Erich Kästner, Ejnar Mikkelsen, Marcel Pagnol, Alexander Puschkin, Theodor Storm und Anton Tschechow, haben heitere und ernste Geschichten und Gedichte über ihre weihnachtlichen Erlebnisse und Beobachtungen geschrieben. So kehrt Felix, vor Jahren zum Einholen geschickt und seither verschollen, am Weihnachtsabend zu Vater und Mutter zurück. In der Familie des Opernsängers Luitpold Löwenhaupt verursacht die Weihnachtsgans Auguste großes Durcheinander; schon gerupft, wird sie neu eingekleidet und verwöhnt. Den kleinen Wanka plagt das Heimweh nach seinem Dorf zu Weihnachten be-
Schutzumschlag: Eberhard Binder
sonders hart. Ob wohl der Brief, den er schreibt, den Adressaten erreicht? Merlusse, der gefürchtete »Pauker«, bereitet den Kindern, die über die Feiertage im Internat bleiben müssen, eine unerwartete Freude. - Weihnachten unter dem Polarkreis, Weihnachten in der Lotsenhütte, Weihnachten in der Sperlingsgasse, Weihnachten in der Großstadt, im Wald oder auf den endlosen Schneefeldern des Nordens, immer wieder erweist sich die lebenspendende Kraft des lichten, Hoffnung weckenden Festes.
Es ist eine Eigenart dieser. Sammlung, daß sie weder Rührseligkeit noch Mitleid hervorruft, wie das bei Büchern dieser Art oft gewesen ist. Etwas Kraftvolles, Zupackendes haben die Geschichten. Sie zeigen die Schönheit und Größe der Natur, und sie zeigen die Stärke der Menschen, die trotz widriger Umstände den Mut nicht sinken lassen. Maxim Gorkis Erzählung »Von einem Jungen und einem Mädchen, die nicht erfroren sind« steht gleichnishaft für dieses Dennoch, das Bewältigung des Alltags und humanes Verhalten umschließt: Zwei arme Bettelkinder, ein Mädchen und ein Junge, feiern das Fest auf ihre Weise. Sie legen ihre Pfennige zusammen, retten sich vor der eisigen Kälte in eine Schenke und essen sich einmal richtig satt.
DDR 14.80 M
Vissza