Fülszöveg
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»In diesem Buch, in dem Schriftsteller aus siebzehn Ländern Europas Kindern er'^ählen, ist alles echt: die Schriftsteller, die Kinder und das Er's^ählen. Unter den Autoren sind solche, die schon mehrere gute Bücher für Kinder geschrieben haben, wie Rodari, Aske-nax_y, Woroszylski, Hughes, Matute — und solche, die r^uerst viele Bücher für Erwachsene verfaßt haben, ehe sie es wagten, einmal auch für Kinder ^u schreiben. Also alles Leute, die für Kinder gute Literatur machen wollen. Sie schreiben für echte Kinder, nicht für die, wie sie in der gängigen Kinderliteratur hochtrabend oder bieder ein dümmliches Dasein fristen. Sie wissen, daß ein Kind einfach ein jüngerer Mensch ist, nicht dümmer und auch nicht klüger als der Erwachsene, nur eben jünger. Und ein Mensch, der mehr ^u überdenken hat und bereit ist, um die Welt begreifen. Leute, die schon im Kinderalter nicht denken mögen, werden auch später keine Denker sein.
Nun möchte ich die Käufer dieses Buches nicht...
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»In diesem Buch, in dem Schriftsteller aus siebzehn Ländern Europas Kindern er'^ählen, ist alles echt: die Schriftsteller, die Kinder und das Er's^ählen. Unter den Autoren sind solche, die schon mehrere gute Bücher für Kinder geschrieben haben, wie Rodari, Aske-nax_y, Woroszylski, Hughes, Matute — und solche, die r^uerst viele Bücher für Erwachsene verfaßt haben, ehe sie es wagten, einmal auch für Kinder ^u schreiben. Also alles Leute, die für Kinder gute Literatur machen wollen. Sie schreiben für echte Kinder, nicht für die, wie sie in der gängigen Kinderliteratur hochtrabend oder bieder ein dümmliches Dasein fristen. Sie wissen, daß ein Kind einfach ein jüngerer Mensch ist, nicht dümmer und auch nicht klüger als der Erwachsene, nur eben jünger. Und ein Mensch, der mehr ^u überdenken hat und bereit ist, um die Welt begreifen. Leute, die schon im Kinderalter nicht denken mögen, werden auch später keine Denker sein.
Nun möchte ich die Käufer dieses Buches nicht mit Worten wie >Literatur< oder >Denken< abschrecken. Ich bin fest überfleugt, daß denken nicht weh tut, daß es das höchste menschliche Vergnügen ist, für Große und für Kleine. Und: daß Literatur keine schulische Langeweile bedeutet. Literatur ist, daß man die Leser, ob alt oder jung, nicht für dumm hält. Die Erwachsenen sind ja oft komisch, wenn es um Kinderliteratur geht. Sie alle sind fest überzeugt, daß ihr
Kind oder Enkelkind das gescheiteste von allen ist. Wenn sie aber ein Buch für das kluge Kind suchen, sagen sie: >Das ist \u schwer< oder: >Es hat \uviel Text< oder etwas Ähnliches. Am liebsten kaufen sie dann Bücher, die sie selber vor dreißig oder fünfzig fahren geschenkt bekamen. Warum?
Dieses Buch ist von heutigen Schriftstellern für heutige Kinder geschrieben. Es erzählt von dem Pferd, das Prometheus heißen könnte, und von lebensgefährlichen Tulpen; es fragt, warum die Rosenglauben können, Kinderträume seien fröhlich; es denkt nach über den dicken Herrn Zeit, der nie schläft; es schießt den viereckigen Mond der Suppenwürfelfirma KNURR an den Himmel und läßt den Onkel Computer rattern, der sogar besser regiert als alle Herzöge, Sherijfs und Bürgermeister vor ihm; es erzählt, wie Papa den Professor gebissen hat, und weiß viel von der jungenhaften Sehnsucht nach dem Abenteuer, die den Garten ^um Meer macht und einen gepflasterten Hof :(um Garten.
Hier ist ein echtes Kinderbuch entstanden — und so können es auch Erwachsene mit Vergnügen lesen und vorlesen.«
Gabriel Laub
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