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Die Cartesianische Revolution

Von der Herkunft Frankreichs aus dem Geist der Philosophie

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Hamburg
Kiadó: Rowohlt Verlag GmbH
Kiadás helye: Hamburg
Kiadás éve:
Kötés típusa: Ragasztott papírkötés
Oldalszám: 350 oldal
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Kötetszám:
Nyelv: Német  
Méret: 21 cm x 13 cm
ISBN: 3-498-02453-1
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René Descartes ist der Erziefwr des ' französiscJwn Denkens,
der Verfechter des «bon sens» - an ihn stellt derfranzösische Phibsoph André Glucksmann die Frage: Wie philosophiert mm naai Auschwitz?
i

Im Jahre 1629, inmitten des Dreißigjährigen Krieges, in einer Zeit der Machtkämpfe und der Ungewißheit, schrieb René Descartes den wohl berühmtesten Satz der abendländischen Philosophie; «Cogito, ergo sum - ich denke, also bin ich.»
Die Revolution des Denkens, die er damit einleitete, «Die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs » - so der deutsche Titel seiner berühmtesten Schrift «Discours de la méthode» -, stieß die Welt in einen unerbittlichen, labyrinthischen Zweifel. « Ich zweifle » - das wurde das Präludium und bald der Cantus firmus einer neuen Philosophie. «Cartesianer sein», sagt André Glucksmann, «heißt, die Vorderseite von der Rückseite her aufzudek-ken, den Menschen aus seiner unglückseligen Lage zu begreifen, aus seiner Fähigkeit, einen Genozid nicht nur zu... Tovább

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René Descartes ist der Erziefwr des ' französiscJwn Denkens,
der Verfechter des «bon sens» - an ihn stellt derfranzösische Phibsoph André Glucksmann die Frage: Wie philosophiert mm naai Auschwitz?
i

Im Jahre 1629, inmitten des Dreißigjährigen Krieges, in einer Zeit der Machtkämpfe und der Ungewißheit, schrieb René Descartes den wohl berühmtesten Satz der abendländischen Philosophie; «Cogito, ergo sum - ich denke, also bin ich.»
Die Revolution des Denkens, die er damit einleitete, «Die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs » - so der deutsche Titel seiner berühmtesten Schrift «Discours de la méthode» -, stieß die Welt in einen unerbittlichen, labyrinthischen Zweifel. « Ich zweifle » - das wurde das Präludium und bald der Cantus firmus einer neuen Philosophie. «Cartesianer sein», sagt André Glucksmann, «heißt, die Vorderseite von der Rückseite her aufzudek-ken, den Menschen aus seiner unglückseligen Lage zu begreifen, aus seiner Fähigkeit, einen Genozid nicht nur zu erleiden, sondern auch ihn zu schaffen, zu verwalten und zu tolerieren.»
Zweihundert Jahre vor Nietzsche riß Descartes einen Abgrund auf und öffnete das französische Denken dem «unheimlichsten aller Gäste», der im Deutschland und Rußland des 19. Jahrhunderts dann den Namen «Nihilismus» bekommen sollte.
Das cartesianische Denken, das ex nihilo entsteht, setzt dem Zynismus des Nichts allerdings Grenzen. Zwar vollzieht es den Bruch mit jener platonischen Sicht, nach der wir von einer alles umsorgenden Natur umgeben sind: Der Mensch ist einsam, die Ideale des Guten und Schönen haben die Welt verlassen, sagt Descartes. Aber deshalb ist nicht alles erlaubt. Der cartesianische Zweifel zertrümmert sowohl die Fassaden der idealistischen Wahrheitssysteme wie die eines totalitären Zynismus.
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Descartes wurde der Erzieher des französischen Denkens, er eröffnete, wie Glucksmann sagt, «die Möglichkeit einer philosophischen Existenz die er mit dem Rätselwort >gesunder Verstand» (bon sens) benannte».
Ais Ende des 18. Jahrhunderts die Französische Revolution mit ihrer Forderung nach «Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit» die Welt erschütterte, fußte sie auf Descartes und entging der totalitären Falle, in der sich die großen Revolutionen des 20. Jahrhunderts fingen: Nicht das Paradies auf Erden suchte sie zu verwirklichen, keine Gegenwelt zu organisieren. Ihre Denker postierten sich - Wächtern gleich - an den Abgründen unserer realen Welt und versuchten, menschliche Gemeinsamkeit, Freiheit und Toleranz im Unmenschlichen zu schaffen.
«Ich zeige einen Descartes, wie ich ihn sehe», sagt André Glucksmann. Vom letzten Viertel unseres Jahrhunderts aus stellt er an den Philosophen einer dunklen Zeit die Frage: «Wie philosophiert man nach Auschwitz? Das ist meine Frage an Descartes. Er ist einer der wenigen, von dem man eine Antwort erwarten kann.»
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ANDRE GLUCKSMANN f_^^
1937 in Boulogne geboren, zählt zu den führenden Köpfen der «Nouveaux philosophes«. Er ist mit Forschungsarbeiten am «Centre National de la Recherche Scientifique» beschäftigt und schreibt für verschiedene Zeitungen in Frankreich, Deutschland, Italien und Dänemark.
Seine wichtigsten Veröff'entlichungen in deutscher Übersetzung: Die Meüterdenicer ( 1978), Pki-hmpkie der Abschreckung {\m), Die Maciil der Dummheit (1985), Polililc des Schweigens (1987) und Vom Erös des Westens (1988). Vissza

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André Glucksmann

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