Fülszöveg
Dieses Buch über die bedeutsamsten Opernpremieren von Monteverdi bis heute will weder ein Opernführer sein, der mehr oder weniger der äußerlichen Information dient, noch eine musikwissenschaftliche Geschichte der Oper. Es will beides, aber darüber hinaus wesendich anderes:
Es will den Kenner der Oper wie den Liebhaber und Laien, also das breite Spektrum der heutigen Opernbesucher, unmittelbar teilnehmen lassen an den Ur- und Erstaufführungen der Werke zu ihrer Zeit. Von den »Wehen« der Komponisten in dem Moment, da ihre Opern das Rampenlicht erblickten, von der Reaktion der Umwelt und den Äußerungen der zu ihrer Zeit prominentesten Vertreter der öffentlichen Meinung ist hier die Rede. Die subjektiv getroffene, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende Auswahl und Zusammenstellung der Dokumente von Komponisten und deren Zeitgenossen - viele sind hier erstmals zugänglich gemacht - will in knappen Zügen über die Jahrhunderte hin das Werden und vielgesichtige Wesen der Oper wie...
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Fülszöveg
Dieses Buch über die bedeutsamsten Opernpremieren von Monteverdi bis heute will weder ein Opernführer sein, der mehr oder weniger der äußerlichen Information dient, noch eine musikwissenschaftliche Geschichte der Oper. Es will beides, aber darüber hinaus wesendich anderes:
Es will den Kenner der Oper wie den Liebhaber und Laien, also das breite Spektrum der heutigen Opernbesucher, unmittelbar teilnehmen lassen an den Ur- und Erstaufführungen der Werke zu ihrer Zeit. Von den »Wehen« der Komponisten in dem Moment, da ihre Opern das Rampenlicht erblickten, von der Reaktion der Umwelt und den Äußerungen der zu ihrer Zeit prominentesten Vertreter der öffentlichen Meinung ist hier die Rede. Die subjektiv getroffene, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende Auswahl und Zusammenstellung der Dokumente von Komponisten und deren Zeitgenossen - viele sind hier erstmals zugänglich gemacht - will in knappen Zügen über die Jahrhunderte hin das Werden und vielgesichtige Wesen der Oper wie die Persönlichkeit ihrer Schöpfer unmittelbar aus ihrer Zeit heraus dokumentieren.
Die Zeugnisse - Briefe, Lebenserinnerungen, Nachrufe, Besprechungen in Tages- und Fachzeitungen, Würdigungen und Herabwürdigungen der Werke und ihrer ersten Aufführungen und vielerlei mehr - wollen in
ihrem, in zahlreichen Szenenfotos von Aufführungen unserer Tage auch sichtbar gemachten farbigen Abglanz die stete Wandlung oder -um einen Begriff Hugo von Hofmannsthals zu gebrauchen - die stets sich erneuernde und den Zuhörer und Zuschauer in ihren Bann ziehende »Verwandlung« der Oper, ihren immerwährenden magischen Zauber widerspiegeln.
(Foto S. Enkelmann)
Ludwig F. Sehiedermair (geb. 1909), Sohn des bekannten Musikhistorikers, studierte Musik, promovierte in Literatur- und Musikwissenschaft, wurde als Regieassistent einer der ersten Schüler von Walter Felsenstein. Als Regisseur drei Jahrzehnte zwischen Kiel und Zürich, Braunschweig und Saarbrücken tätig, kam er 1962 als Redakteur für Theater und Musik zum ZDF. Heute lebt er in München.
Vissza