Fülszöveg
Kurz vor seinem Tode schrieb Christoph Wilhelm Hufeland 1836 in einem Nachruf auf seinen Freund, den Volksarzt Ernst Ludwig Heim : „Sein ganzes Leben war Aufopferung für andere, immer bereit, immer sich gleich, bei Tag oder Nacht, bei Armen oder Reichen. Er war mehr als ein trefflicher Arzt, er war einer der edelsten Menschen,"
Diese zu Herzen gehenden Worte charakterisieren treffend auch das Wesen Hufelands. Der Autor zeichnet in seiner, sich an breiteste Kreise w'endenden Biographie den Lebensweg dieses bedeutenden Arztes. Seine Kindheit und Jugend im Weimar Goethes, die Studienjahre, seine Tätigkeit als praktischer Arzt und später als Professor in Jena. Schon in dieser Zeit begründete Hufeland seinen Ruf als Neuerer der medizinischen Wissenschaft und ärztlichen Praxis, legte er durch sein selbstloses unermüdliches Streben zu helfen, den Grundstein für seine überragende Popularität. Ein völliger Umschwung seiner Lebensverhältnisse trat ein, als er 1800 zum Leibarzt an den...
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Fülszöveg
Kurz vor seinem Tode schrieb Christoph Wilhelm Hufeland 1836 in einem Nachruf auf seinen Freund, den Volksarzt Ernst Ludwig Heim : „Sein ganzes Leben war Aufopferung für andere, immer bereit, immer sich gleich, bei Tag oder Nacht, bei Armen oder Reichen. Er war mehr als ein trefflicher Arzt, er war einer der edelsten Menschen,"
Diese zu Herzen gehenden Worte charakterisieren treffend auch das Wesen Hufelands. Der Autor zeichnet in seiner, sich an breiteste Kreise w'endenden Biographie den Lebensweg dieses bedeutenden Arztes. Seine Kindheit und Jugend im Weimar Goethes, die Studienjahre, seine Tätigkeit als praktischer Arzt und später als Professor in Jena. Schon in dieser Zeit begründete Hufeland seinen Ruf als Neuerer der medizinischen Wissenschaft und ärztlichen Praxis, legte er durch sein selbstloses unermüdliches Streben zu helfen, den Grundstein für seine überragende Popularität. Ein völliger Umschwung seiner Lebensverhältnisse trat ein, als er 1800 zum Leibarzt an den preußischen Hof berufen wurde und nach Berlin übersiedelte. In den Folgejahren geriet er mit seiner
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Familie in den Sog des preußischen Zusammenbruchs und wurde schließlich Augenzeuge der Befreiung von der napoleonischen Fremdherrschaft. Erneut galt sein i ' Streben dem Ziel, nicht nur zu ; i ¦ heilen, sondern vor allem gesund ^
zu erhalten. Er begründete in Ber- ¦ ¦¦ ¦ lin die erste deutsche Poliklinik im | wesentlichen für notleidende Pa- iin tienten. j« ^ •
So wie sein Herz der Menschheit gehörte, so war Hufelands persönliches Leben von der Liebe zu seiner Familie, vor allem für seine Kinder erfüllt, deren Erziehung ihm weitgehend allein überlassen war. Vor dem Leser entsteht das handlungsreicbe Bild des Lebens eines verehrungswürdigen, liebenswerten Menschen, zu dessen Freunden Goethe, Schiller, Humboldt und viele weitere hervorragende Persönlichkeiten zählten.
Das Werk Hufelands lebt weiter, über seinen Tod hinaus ist sein Vermächtnis Verpflichtung: „Richte alle Deine Handlungen so ein, daß dadurch der höchste Zweck Deines Berufes, Erhaltung des Lebens, Wiederherstellung der Gesundheit und Milderung der Leiden anderer, aufs möglichste erreicht werde."
Vissza