Fülszöveg
»Die Bibel ist ein einmaliges, ein wunderbares Werk, wenn sie auch ganz anders ist, als man sie sich gemeinhin vorstellt. Über ihr Entstehen wissen wir weniger als über die Geheimnisse der Pyramiden. Ihre Vielseitigkeit aber übersteigt das menschliche Fassungsvermögen. Vision, Geschichte, Poesie, Krimi, Moral, Ethik, Gesellschaftskolumne und Porno liegen hier dicht beieinander. Alles das ist die Bibel, nur heilig ist sie selten.
Unter uns gesagt, keiner kennt heutzutage die Heilige Schrift wirklich. Sie ist in unserer hektischen Konsumgesellschaft vor allem ein volkstümlicher Begriff zwischen Joseph Beuys und Asterix. Man weiß gerade noch, daß die Bibel etwas mit dem lieben Gott zu tun hat, aber das ist zumeist auch alles. Aber bis heute läßt sich jede Diskussion kinderleicht mit dem Hinweis abwürgen: »Verzeihung, meine Gnädigste, aber das steht bereits in der Bibek Und was tut Gott? Es steht wirklich da.«
Soweit Ephraim Kishon in der Einführung zu seinem jüngsten Buch, einem...
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Fülszöveg
»Die Bibel ist ein einmaliges, ein wunderbares Werk, wenn sie auch ganz anders ist, als man sie sich gemeinhin vorstellt. Über ihr Entstehen wissen wir weniger als über die Geheimnisse der Pyramiden. Ihre Vielseitigkeit aber übersteigt das menschliche Fassungsvermögen. Vision, Geschichte, Poesie, Krimi, Moral, Ethik, Gesellschaftskolumne und Porno liegen hier dicht beieinander. Alles das ist die Bibel, nur heilig ist sie selten.
Unter uns gesagt, keiner kennt heutzutage die Heilige Schrift wirklich. Sie ist in unserer hektischen Konsumgesellschaft vor allem ein volkstümlicher Begriff zwischen Joseph Beuys und Asterix. Man weiß gerade noch, daß die Bibel etwas mit dem lieben Gott zu tun hat, aber das ist zumeist auch alles. Aber bis heute läßt sich jede Diskussion kinderleicht mit dem Hinweis abwürgen: »Verzeihung, meine Gnädigste, aber das steht bereits in der Bibek Und was tut Gott? Es steht wirklich da.«
Soweit Ephraim Kishon in der Einführung zu seinem jüngsten Buch, einem hinreißend komischen Duell mit den Zehn Geboten und deren Folgen für die Menschen von Adam und Eva bis heute.
Kishon und die Bibel, das ist eine höchst brisante Konfrontation, die von Kishon mit der gebührenden Ehrfurcht, aber auch mit seinem unverwechselbaren Humor dargeboten wird. Denn Humor, so meint der weit-
bekannte Satiriker, ist Gottes schönste Gabe und bringt die Menschen dem Universum näher.
Aber nicht nur um die Ereignisse im Himmel und um Moses' Werk geht es in diesem köstlichen neuen Satirenband, es geht wie immer bei Kishon vor allem um die unheilbaren kleinen Schwächen der »Krone der Schöpfung«.
Ausgehend von den Zehn Geboten, »die nur deshalb so klar und eindeutig sind, weil sie nicht auf einer Konferenz beschlossen wurden«, analysiert Kishon in seiner pointierten Weise, was seit der peinlichen Affäre »Goldenes Kalb« aus uns geworden ist.
Er stellt augenzwinkernd fest, es hat sich nichts Wesentliches geändert, der Veitstanz um die biblischen Gebote geht weiter, und nur die Tänzer und die Hintergrundmusik wechseln von Zeit zu Zeit.
Ephraim föshon
Nichts zu lachen
Die l-riiineniniii'n
Ephraim Kishon, der 1924 in Budapest geboren wurde, schreibt heute auf hebräisch. Wie es dazu kam, erzählt er unter anderem in seiner bewegenden Autobiographie: »Nichts zu lachen«.
Zeug^enaussag^e des Apfelwurms an der Polizeistation Hinunelpforte im Jahre 3013 v.Chr.
»Ich plädiere auf Freispruch für den Apfel, der nach offizieller Anklage an der größten Katastrophe der Menschheit für schuldig befunden wurde. In meiner Funktion als umweltfreundlicher Wurm residierte ich zur fraglichen Zeit in besagter Frucht. Ich versichere an Eides Statt, daß es sich zweifellos um einen Apfel wie jeder andere aus gängigem biologisch-dynami-schen Anbau handelte. Nach meiner Einschätzung diente die Frucht der höchsten Stelle lediglich als Alibi, um die beiden herumlungernden Nudisten aus dem Garten Eden legal ausweisen zu können. Festzuhalten bleibt, daß hingegen meine Aufenthaltsbewilligung für das Paradies verlängert wurde, obwohl auch ich von der Frucht der Erkenntnis gekostet hatte«.
Ephraim Kishons neues Buch ist eine mit brillantem Humor geführte Auseinandersetzung mit all den Fragen, die sich der Menschheit stellen, seit Eva ihren Adam in den Apfel beißen ließ und seit Moses die Zehn Gebote von dem Allmächtigen empfing.
Diese köstliche Sammlung zu einem ewigen Thema enthält eine Fülle neuer und einige klassische Satiren aus dem Lebenswerk des weltbekannten Satirikers, der in der Sprache der Bibel schreibt und ein exzellenter Kenner der Heiligen Schrift ist.
ISBN S-TSA/i-ZSIO-O
Vissza