Fülszöveg
EMILIO VASARI (Dr. Emil Csonka) wurde im Jahr 1923 in der Stadt Szombathely (Steinamanger) in Westungarn geboren. In den Jahren 1941 bis 1944 studierte er Literaturgeschichte, Geschichte und Soziologie an der Philosophischen Fakultät der Pázmány-Universitat in Budapest bei den Professoren Elemér Mályusz, János Horváth und Gyula Szekfü. Er setzte sein Studium in Bologna bei den Professoren Calca-terra und Várady fort. Hier schrieb er auch seine Doktordissertation über den „ungarischen Victor Hugo", Mór Jókai. Sein Universitätsstudium schloß er im Jahr 1951 „summa cum laude" ab.
Seit 1951 werden seine außenpolitischen Vorträge über amerikanische und westdeutsche Rundfunkstationen ausgestrahlt. Seine Artikel erschienen in bedeutenden deutschsprachigen Blättern, wie „Christ und Welt", „Rheinischer Merkur", „Die Furche" und „Salzburger Nachrichten". Im Jahr 1958 emigrierte Emil Csonka in die Vereinigten Staaten, hält sich seither aber auch regelmäßig, und meist für längere Zeit, in...
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Fülszöveg
EMILIO VASARI (Dr. Emil Csonka) wurde im Jahr 1923 in der Stadt Szombathely (Steinamanger) in Westungarn geboren. In den Jahren 1941 bis 1944 studierte er Literaturgeschichte, Geschichte und Soziologie an der Philosophischen Fakultät der Pázmány-Universitat in Budapest bei den Professoren Elemér Mályusz, János Horváth und Gyula Szekfü. Er setzte sein Studium in Bologna bei den Professoren Calca-terra und Várady fort. Hier schrieb er auch seine Doktordissertation über den „ungarischen Victor Hugo", Mór Jókai. Sein Universitätsstudium schloß er im Jahr 1951 „summa cum laude" ab.
Seit 1951 werden seine außenpolitischen Vorträge über amerikanische und westdeutsche Rundfunkstationen ausgestrahlt. Seine Artikel erschienen in bedeutenden deutschsprachigen Blättern, wie „Christ und Welt", „Rheinischer Merkur", „Die Furche" und „Salzburger Nachrichten". Im Jahr 1958 emigrierte Emil Csonka in die Vereinigten Staaten, hält sich seither aber auch regelmäßig, und meist für längere Zeit, in Europa auf. Als Chefredakteur der in ungarischer Sprache erscheinende]! außenpolitischen Zeitschrift „Neues Europa" („Üj Európa") nimmt er des öfteren an internationalen Konferenzen diesseits und jenseits des Atlantik teil.
VOM SELBEN AUTOR ERSCHIEN
EMILIO VASARI
Ein Königsdromo im SGhntten Hitiers
Die Versuche des Reichsverwesers Horthy zur Gründung einer Dynastie
208 Seiten, Leinen
Eine fast schon vergessene Episode aus der tragischen Geschichte des Donautals: der ungarische Restaurationsversuch Karls I. und das Bestreben des ungarischen Reichsverwesers, der eigenen Familie den Thron zu sichern. Vom Oktober 1921, als Nikolaus von Horthy sich mit Waffengewalt der Rückkehr Karls I. nach Ungarn entgegenstellte, führt eine gerade Linie zum Oktober 1944, als der Reichsverweser seine Hoffnungen auf den Thron des vertriebenen Königs begraben mußte. Das Buch setzt mit der heimlichen Ankunft Karls am Karfreitag des Jahres 1921 ein, schildert den darauffolgenden Zusammenstoß mit Horthy, untersucht das mitteleuropäische Dilemma der dreißiger Jahre, analysiert die Frage „Habsburg oder Anschluß" und schildert schließlich die Tragödie Horthys, jenes Mannes, der Hitler unbewußt einen Dienst erwies, als er die Rückkehr Karls nach Ungarn vereitelte, und der Hitler bewußt zur Seite stand, als er, ohne zu zögern, für den Anschluß stimmte und damit zu einem der Schmiede der Achse Berlin—Rom wurde. Win-ston Churchill schreibt in seinen Memoiren, die beiden Weltkriege seien eigentlich „der zweite Dreißigjährige Krieg" in der Geschichte Europas; denn der zweite Weltkrieg sei eine logische Folge des ersten, der durch seine Verträge einen „leeren Raum" geschaffen habe. Die Tragik dieses „leeren Raumes", der schließlich von Hitler ausgefüllt wurde, das zweifelhafte Gegen- und Miteinander der politischen Kräfte im Kampf um die Vormachtstellung im Donauraum, die Friedensbestrebungen der Exilregierung, die Auswirkungen des ungarischen „Königsdramas" auf das Geschick Mitteleuropas — das ist der Fragenkomplex, den der Autor von allen Seiten zu beleuchten trachtet.
VERLAG HEROLD • WIEN ¦ MÜNCHEN
Vissza