Fülszöveg
»Als ich beschloss, die Geschichte meiner Mutter zu schreiben, über ihre verblaffende, auf jeden Fall aber ungewöhnliche Beziehung zum Fußball, wusste ich nicht, dass auch ich eine neue Geschichte haben würde.«
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1985 hatte Péter Esterházy auf anrührende Weise in den Hilfsverben des Herzens vom Sterben seiner Mutter erzählt. In Keine Kunst erweckt er sie wieder zum Leben. Der Ich-Erzähler sieht sie nahezu jeden Tag, während er an diesem Roman arbeitet; sie essen zu Mittag, reden. Und er erfährt neue Geschichten - über die fünfziger Jahre, über die »Wundermannschaft« von Bern 1954, ihre Freundschaft mit den Fußballgöttern Hidegkúti und Puskás, der ihr den Hof machte und dem es 1951 gelang, die Familie vor der Deportation zu bewahren. »Fußball ist ihr ganzes Leben, die Welt setzte sich im Kopf meiner Mutter aus den Vierecken des Fußballplatzes zusammen.« Auf...
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Fülszöveg
»Als ich beschloss, die Geschichte meiner Mutter zu schreiben, über ihre verblaffende, auf jeden Fall aber ungewöhnliche Beziehung zum Fußball, wusste ich nicht, dass auch ich eine neue Geschichte haben würde.«
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1985 hatte Péter Esterházy auf anrührende Weise in den Hilfsverben des Herzens vom Sterben seiner Mutter erzählt. In Keine Kunst erweckt er sie wieder zum Leben. Der Ich-Erzähler sieht sie nahezu jeden Tag, während er an diesem Roman arbeitet; sie essen zu Mittag, reden. Und er erfährt neue Geschichten - über die fünfziger Jahre, über die »Wundermannschaft« von Bern 1954, ihre Freundschaft mit den Fußballgöttern Hidegkúti und Puskás, der ihr den Hof machte und dem es 1951 gelang, die Familie vor der Deportation zu bewahren. »Fußball ist ihr ganzes Leben, die Welt setzte sich im Kopf meiner Mutter aus den Vierecken des Fußballplatzes zusammen.« Auf diesem Spielfeld lässt der Erzähler die uns bekannten Figuren aus seiner Familiengeschichte, Vater, Mutter, die Geschwister, auflaufen, aber in anderer Formation. Der Vater bekommt eine neue Geschichte, die Gnade des frühen Todes, er selbst, der Sohn, eine Liebesgeschichte, die vor fünfundvierzig Jahren begann und deren düstere Schatten ihn noch heute verfolgen. Und wenn die Mutter ihm am Schluss den Text ihrer Todesanzeige diktiert hat, verlässt die Sprache das Spielfeld - und es bleibt eine wunderbare Hommage an die Mutter, die im Herzen des Erzählers ewig weiterlebt.
Péter Esterházy wurde 1950 in Budapest geboren, wo er auch heute lebt, seit 1978 als freier Schriftsteller. Für seinen Roman Harmónia Cselestis (BV 2001, BvT 2003) erhielt er u. a. den Ungarischen Literaturpreis und den Grinzane-Cavour-Preis. 2004 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Außerdem erschienen im Berlin Verlag: Eine Frau (BvT 2002), Fancsikó und Pinta (BV 2002, BvT 2004), Verbesserte Ausgabe (BV 2003, BvT 2004), Das Buch Hrabals (BvT 2004), Einführung in die schöne Literatur (BV 2006), Rubens und die nichteuklidischen Leiber (BvT 2006), Donau abwärts (BvT 2006), Deutschlandreise im Strafraum (BV 2006, BvT 2008), Eine, zwei, noch eine Geschichte/n (zusammen mit Imre Kertész und Ingo Schulze) (BV 2008), Thomas Mann mampft Kebab am Fuße des Holstentors (BvT, April 2009) und Die Hilfsverben des Herzens (BvT, Mai 2009). Ein Buch über den Autor liegt mit Was für ein Péter! (BvT 2005) vor.
Umschlaggestaltung-. Nina Rothfos und Patrick Gabler, Hamburg, unter Verwendung des Designs der ungarischen Ausgabe mit einer Illustration von © Gitta Esterházy
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