Fülszöveg
Friedrich Weissensteiner, geboren in Großpertholz, Niederösterreich. Nach Kriegsdienst und Reifeprüfung Studium der Anglistik und der Geschichte an der Universität Wien. 1950 Lehramt für Mittelschulen, Doktorat. Seit dieser Zeit im Schuldienst. 1970/71 Dienstleistung im Bundesministerium für Unterricht und Kunst. Ab November 1974 Direktor eines Bundesgymnasiums in Wien.
Veröffentlichungen: Historische und literarische Artikel in zahlreichen Zeitschriften, Zeitungen und Sammelbänden. Schulfernseh- und Schulfunksendungen, Gedichtband. Mitarbeit an einem historischen Unter- und Oberstufenlehrgang für die AHS. Herausgeber der Memoiren des Bundespräsidenten Dr. Michael Hainisch, des sozialdemokratischen Politikers Dr. Wilhelm Ellenbogen und des Sammelbandes: „Die österreichischen Bundespräsidenten".
mk
Kronprinz Rudolfs einzige Tochter Elisabeth Marie war eine der interessantesten, aber auch umstrittensten Frauen des Hauses Habsburg - eine unverwechselbare, eigenwillige...
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Fülszöveg
Friedrich Weissensteiner, geboren in Großpertholz, Niederösterreich. Nach Kriegsdienst und Reifeprüfung Studium der Anglistik und der Geschichte an der Universität Wien. 1950 Lehramt für Mittelschulen, Doktorat. Seit dieser Zeit im Schuldienst. 1970/71 Dienstleistung im Bundesministerium für Unterricht und Kunst. Ab November 1974 Direktor eines Bundesgymnasiums in Wien.
Veröffentlichungen: Historische und literarische Artikel in zahlreichen Zeitschriften, Zeitungen und Sammelbänden. Schulfernseh- und Schulfunksendungen, Gedichtband. Mitarbeit an einem historischen Unter- und Oberstufenlehrgang für die AHS. Herausgeber der Memoiren des Bundespräsidenten Dr. Michael Hainisch, des sozialdemokratischen Politikers Dr. Wilhelm Ellenbogen und des Sammelbandes: „Die österreichischen Bundespräsidenten".
mk
Kronprinz Rudolfs einzige Tochter Elisabeth Marie war eine der interessantesten, aber auch umstrittensten Frauen des Hauses Habsburg - eine unverwechselbare, eigenwillige Persönlichkeit mit einem an dramatischen Ereignissen reichen Leben. Sie hatte den Mut, die Fesseln der Konvention abzuschüttehi und mit ihrer aristokratischen Vergangenheit zu brechen: nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie Sozialdemokratin.
ISBN 3 215 04670 9
Diese Buchreihe ist Österreich gewidmet: Österreich mit seinen geistigen Kräften und Strömungen, Österreich mit seiner historischen und seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung. Österreich mit seinen landschaftlichen Besonderheiten, seinen Persönlichkeiten und der so vielfältigen Wesensart seiner Bevölkerung. Vieles bietet sich an. Es soll nach und nach behandelt werden - anregend geschrieben und zugleich hohen Ansprüchen genügend.
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Erzherzogin Elisabeth Marie, die einzige Tochter des unglücklichen Kronprinzen Rudolf, war eine unverwechselbare, eigenwillige Persönüchkeit und zugleich eine der interessantesten, aber auch umstrittensten Frauen des Hauses Habsburg. Sie führte ein an dramatischen Ereignissen und Wechselfällen reiches Leben, meisterte auch die schwierigsten Situationen. Sie hatte den Mut, die Fesseln der Konvention abzuschütteln und mit ihrer aristokratischen Vergangenheit zu brechen: nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie Sozialdemokratin. Ehsabeth Marie hat diese Ubera-len und rebellischen Neigungen wohl von ihrem Vater, den sie im Alter von fünf Jahren verlor, geerbt. Zur Halbwaise geworden, wurde sie von ihrer Mutter, Stephanie von Belgien, vernachlässigt, von Kaiser Franz Joseph, der ihre Vormundschaft übernahm, verhätschelt.
So wuchs sie zu einer extravaganten Persönhchkeit heran, die sich schon in jungen Jahren gegen das starre Hofzeremoniell und die geistige Enge des Hoflebens auflehnte.
Mit neunzehn Jahren stürzte sie sich in eine unüberlegte Ehe mit Prinz Otto Windisch-Graetz, einem aristokratischen Bonvivant. Schon nach einigen Jahren verdüsterte sich der Ehehimmel. Erzsi, wie sie am Hofe genannt wurde, leistete sich einen Flirt nach dem anderen - ihr Gatte wandelte seinerseits auf amourö-sen Pfaden. Der gesellschaftliche Skandal war perfekt, im Jahr
1924 wurde die Scheidung ausgesprochen. Es gab Streit um die vier der Ehe entsprossenen Kinder sowie um das Vermögen der Kaiserenkelin.
Elisabeth Windisch-Graetz brach nun radikal mit ihrer Vergangenheit. Nach dem Ersten Weltkrieg lernte sie den sozialdemokratischen Lehrer und Politiker Leopold Petznek kennen, dem sie trotz aller Wechselfälle des Schicksals bis an sein Lebensende treu verbunden blieb. Sie selbst starb einsam und verlassen, jedoch tapfer und furchtlos am 16. März 1963 in ihrer Hüttel-dorfer Villa.
Der außergewöhnliche Lebensweg der Kronprinzentochter ist hier aufgrund schriftlicher Berichte und Aufzeichnungen sowie anhand mündlicher Aussagen von Personen, die ihr nahestanden, die sie gekannt oder ihr gedient haben, exakt nachgezeichnet worden. Ein faszinierendes, skandalumwittertes Leben spiegelt sich in einem spannenden, locker geschriebenen Buch.
Vissza