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FRANCISCO DE GPYA
^ Mit einer Einführung von '
ERHARD GÖPEL ^
j ie Kunst des Francisco de Goya hat grundlegend aui die l^'ff . Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts eingewirkt. Seine brillant gemalten großen Kompositionen, seine unerbittlichen, wahrheits- i. getreuen Porträts, seine dämonischen, hintergründigen, graphischen . Zyklen, all diese Bildwerke entspringen der Phantasie eines genialen Malers, der versucht hat, die wahre Natur des Menschen darzustellen. Man hat bei Goya von den zwei Gesiciitern des Malers gesprochen. Tatsächlidi war Goya den Schönheiten der Natur, den Reizen der Farbe und des Lichtes zugänglich, gleichzeitig aber sah er audh das, was unter der leiichtenden Oberfläche verborgen ist, die "Welt des Dämonischen, Gespenstischen, des Bösen und Grotesken. Goya lebte in einer Epoche der Kriege, Revolutionen und sozialen Krisen. Als die Inquisition ihre Fangarme nach ihm aus-stredte, floh er nacJi Südfrankreidi, wo er im Jahre 1828 starb. , Sein großartiges Werk...
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FRANCISCO DE GPYA
^ Mit einer Einführung von '
ERHARD GÖPEL ^
j ie Kunst des Francisco de Goya hat grundlegend aui die l^'ff . Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts eingewirkt. Seine brillant gemalten großen Kompositionen, seine unerbittlichen, wahrheits- i. getreuen Porträts, seine dämonischen, hintergründigen, graphischen . Zyklen, all diese Bildwerke entspringen der Phantasie eines genialen Malers, der versucht hat, die wahre Natur des Menschen darzustellen. Man hat bei Goya von den zwei Gesiciitern des Malers gesprochen. Tatsächlidi war Goya den Schönheiten der Natur, den Reizen der Farbe und des Lichtes zugänglich, gleichzeitig aber sah er audh das, was unter der leiichtenden Oberfläche verborgen ist, die "Welt des Dämonischen, Gespenstischen, des Bösen und Grotesken. Goya lebte in einer Epoche der Kriege, Revolutionen und sozialen Krisen. Als die Inquisition ihre Fangarme nach ihm aus-stredte, floh er nacJi Südfrankreidi, wo er im Jahre 1828 starb. , Sein großartiges Werk findet in dem vorliegenden Band eine nej^rtige und überzeugende Deutung durch den erfahrenen Kunsthistoriker Dr. Erhard Göpel, Die zweiundzwanzig, ofl mehrseitigen Farbtafeln geben einen starken Eindrudc von der überwältigenden Farbkrafl dieser Bilder; dazu kommen viele Abbildungen in Schwarzweiß aus dem graphischen Werk Goyas, die dem Leser die dämonisdien Seiten des Künstlers besonders deutlidi madien.;
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FRANCISCO DE GOYA
Bedrängende Träume, das Reich der Dämonen und Gespenster, Zeidien und Gesichte des verborgenen Seelenlebens sind die Bildinhalte vieler Kompositionen des spanischen Malers Francisco de Goya; er ist im wahren Sinne des Wortes der Maler des Unterbewußten. So sind Goyas Bilder gerade für den modernen Mensdien, der sich die Gebiete der Tiefenpsychologie zu eigen gemacht hat, von höchstem Interesse. Er findet hier den Spiegel dessen, was sich unter der Oberfläche der äußeren Erscheinungen abspielt. Zuweilen gewinnt man den Eindruck, daß Goya seine Traumphantasien so handgreiflich gestaltet hat, um sich von ihrer bedrängenden Gegenwart zu befreien. Zeichnung und Farbgebung dienten Goya in gleichem Maße, die Fülle seiner Gestalten überzeugend wiederzugeben. Darum hinterläßt die farbige Reproduktion seiner Bilder einen so unvergleichlich stärkeren Eindrucic von seiner Welt als dies eine Schwarzweiß-Wiedergabe je vermöchte. In diesem Band der Sammlung Welt in Farbe, Taschenbücher der Kunst, findet der Leser und Sammler besonders erregende Werke, die das hohe Können dieses interessanten spanischen Malers -eines ungewöhnlich »modernen« Klassikers - in überraschender Eindringlichkeit erschließen und die Bibliothek jedes Kunstfreundes we-sentlidi bereichern.
Vissza