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Zimmer acht

Szerző
Berlin
Kiadó: Verlag Volk und Welt
Kiadás helye: Berlin
Kiadás éve:
Kötés típusa: Ragasztott papírkötés
Oldalszám: 126 oldal
Sorozatcím: Roman-Zeitung
Kötetszám: 320
Nyelv: Német  
Méret: 23 cm x 15 cm
ISBN:
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Vissza

Fülszöveg


Nicht dran rühren!
Die Straße war leer, nur sie zwei patschten durch den Schlamm, wußten selber nicht, wohin. Terechow war jetzt alles egal, er glaubte, er habe sich beruhigt und alles vergessen, vergessen, wie Nadjas Hand ihn brannte, und sie l<önnten nun wieder auf dem Balken über der Vergangenheit balancieren. „Warum lächelst du?" fragte Nadja.
„Ich? Ist doch klar!" sagte Terechow. „Wollte mir schon 'ne Kugel durch den Kopf jagen, nun ist mir wohler." „Du alberst immer nur herum!" „Ich bin ein ernster Mensch. Hab meine Tragödie " Nadja blieb stehen. Stand ung^biickte Terechow an. Sie lachte, doch ihre Augen zeigten Neu^r, Überraschung, Schrecken und die Bitte: Laß das! Nicht dran rühren! —Alles war darin zu lesen, und Terechow schnitt eine Grimasse, um sie zu beschwichtigen und zu bestätigen, daß er tatsächlich Possen treibe. „Ich liebe dich, aber du verheiratest dich " „Es ist nämlich so", sagte Nadja. „Ich glaube dir nicht." „Ich glaube mir selbst nicht, aber darum dreht es... Tovább

Fülszöveg


Nicht dran rühren!
Die Straße war leer, nur sie zwei patschten durch den Schlamm, wußten selber nicht, wohin. Terechow war jetzt alles egal, er glaubte, er habe sich beruhigt und alles vergessen, vergessen, wie Nadjas Hand ihn brannte, und sie l<önnten nun wieder auf dem Balken über der Vergangenheit balancieren. „Warum lächelst du?" fragte Nadja.
„Ich? Ist doch klar!" sagte Terechow. „Wollte mir schon 'ne Kugel durch den Kopf jagen, nun ist mir wohler." „Du alberst immer nur herum!" „Ich bin ein ernster Mensch. Hab meine Tragödie " Nadja blieb stehen. Stand ung^biickte Terechow an. Sie lachte, doch ihre Augen zeigten Neu^r, Überraschung, Schrecken und die Bitte: Laß das! Nicht dran rühren! —Alles war darin zu lesen, und Terechow schnitt eine Grimasse, um sie zu beschwichtigen und zu bestätigen, daß er tatsächlich Possen treibe. „Ich liebe dich, aber du verheiratest dich " „Es ist nämlich so", sagte Nadja. „Ich glaube dir nicht." „Ich glaube mir selbst nicht, aber darum dreht es sich nicht Ich beweise es dir Soll ich dir mein Wort geben? Soll ich schwören? Wie soll ich es dir beweisen? Wohin gehen wir überhaupt?"
„Ich weiß nicht. Wir gehen eben, und fertig."
„Hör nnal, auf diese Weise bleiben wir im Schlamm stecken.
Oder wir verirren uns und landen in der Mongolei."
„Geh nur, geh, und hab keine Angst. Bemüh dich aber, nicht so
zu torkeln."
„Ach, nun torkele ich auch nochf Warte mal, was tue ich? Hab ich dir denn noch nicht bewiesen, daß ich dich liebe?" „Offenbar nicht."
„Aha! Soll ich diese Zeder da knicken, herbringen und dir vor die Füße werfen? Oder "
Nadja lachte, Terechow plapperte, fuchtelte mit den Armen, und wenn er sich hätte sehen können, dann hätte ihn seine Verwandlung erschreckt.
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Hilde Flex

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