Fülszöveg
Weihnachten 1944 in der Slowakei. Der Krieg wird von allen Seiten unbarmherziger und grausamer geführt als je zuvor. Die deutschen Soldaten haben den Befehl, die Front zu halten, Widerstand zu leisten gegen die Übermacht der sowjetischen Truppen und gegen Partisanen zu kämpfen, die keine Gnade kennen. Ein deutscher General ist von ihnen entführt worden. Sein eitler, ehrgeiziger Adjutant Major Giesinger, der von einem neuen Vorgesetzten nur persönliche Nachteile zu erwarten hätte, gibt dem Reservebataillon einer Division den Befehl, ihn zu befreien. Dieser Befehl ist der Ausgangspunkt der Erzählung. Die geschwächte deutsche Front wird von den Russen überrollt, die Division durch den verantwortungslosen Schneid des neuen Generals sinnlos verheizt. Letztlich mißlingt auch die von Hauptmann Schmitt geführte Aktion gegen die Partisanen. Für die, die diesen furchtbaren Kampf überlebt haben, scheint es keinen Ausweg zu geben.
der Zusammenbruch ist sicher. Nur einer ringt sich zu einem...
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Fülszöveg
Weihnachten 1944 in der Slowakei. Der Krieg wird von allen Seiten unbarmherziger und grausamer geführt als je zuvor. Die deutschen Soldaten haben den Befehl, die Front zu halten, Widerstand zu leisten gegen die Übermacht der sowjetischen Truppen und gegen Partisanen zu kämpfen, die keine Gnade kennen. Ein deutscher General ist von ihnen entführt worden. Sein eitler, ehrgeiziger Adjutant Major Giesinger, der von einem neuen Vorgesetzten nur persönliche Nachteile zu erwarten hätte, gibt dem Reservebataillon einer Division den Befehl, ihn zu befreien. Dieser Befehl ist der Ausgangspunkt der Erzählung. Die geschwächte deutsche Front wird von den Russen überrollt, die Division durch den verantwortungslosen Schneid des neuen Generals sinnlos verheizt. Letztlich mißlingt auch die von Hauptmann Schmitt geführte Aktion gegen die Partisanen. Für die, die diesen furchtbaren Kampf überlebt haben, scheint es keinen Ausweg zu geben.
der Zusammenbruch ist sicher. Nur einer ringt sich zu einem letzten verzweifelten Schritt durch. Er desertiert.
Willi Heinrich versteht es, nicht nur die Lage der deutschen Soldaten, sondern auch die der Partisanen deutlich zu machen. Für beide geht es in dieser Phase des Krieges nur noch darum zu überleben, für beide gelten unmenschliche Gesetze. Menschen in solcher Ausnahmesituation - das ist das große Thema dieses Buches. Willi Heinrich zeigt, wie jeder einzelne in Gefahr gerät, zum Verbrecher zu werden, wie Unmenschlichkeit ihn zum Unmenschen macht, wie Mord ihn zum Mörder werden läßt. Der Autor macht die Sinnlosigkeit dieser Geschehnisse auf erschreckende Weise verständlich. »Die Welt ist erst miserabel geworden, seit sich die Menschen gegenseitig für das Gute umbringen, ohne sich vorher darüber geeinigt zu haben, was nun wirklich gut und was schlecht ist.«
Kriegsbücher - sofern sie ihr Thema offen und unverfälscht anpacken - sind naturgemäß gegen den Kjieg gerichtet. Sie sind dies um so mehr, je weniger der Autor urteilt oder verurteilt, reflektiert oder erklärt. Die Darstellung der reinen Tatsachen entlarvt den Krieg als Zerstörer jeder Ordnung, jeder Rechtsnorm, jeder menschlichen
Substanz. Wie immer die Motive oder Schlagworte lauten (sie sind meist fragwürdig), kein Grund und kein »Sieg« rechtfertigen die ungeheure Schuld, die jeder Krieg zwangsläufig auslöst. Wer in seinen Sog gerät, Freund oder Feind, ist dem Chaos preisgegeben. Dieses Ausgeliefertsein mit all seinen grauenhaften Folgen bildet das Grundthema von Willi Heinrichs zweitem Roman »In stolzer Trauer«.
Es ist eine schonungslose, aber ehrliche Abrechnung mit der »dreckigen Realität« Krieg, die im Detail wie im Grundplan stimmt.
V.
Eine Ausgabe in 20 Bänden zum 70. Geburtstag des Autors
,Steiner' - Das geduldige Fleisch • In stolzer Trauer • Die Gezeichneten • Alte Häuser sterben nicht • Gottes zweite Garnitur • Ferien im Jenseits • Maiglöckchen odfer ähnlich • Mittlere Reife ¦ Geometrie eine-r Ehe,- Schmetterlinge weinen nicht • 4; Jahfe wi^ Tau • So long, Archie • Liebe und was sonst noch zählt • Eine Handvoll Himmel • In einem Schloß zu wohnen • Ein Mann ist immer unterwegs • Herzbube und Mädchen • Allein gegen Palermo • Vermögen vorhanden • Traumvogel
Vissza