Fülszöveg
Er gab nur wenige Interviews und erzählte nie viel von sich selbst - bis zu diesem Buch. Joachim Käppner beschreibt das faszinierende Leben von Berthold Beitz, des über Jahrzehnte wichtigsten Industriellen der Bundesrepublik. Er kam 1953 als Generalbevollmächtigter zu Krupp und machte aus dem Unternehmen, das zum Sinnbild von deutschen Kriegen und Kanonen geworden war, einen zivilen, modernen Konzern. Unbeirrt von Feinden und Ideologien, war Beitz einer der Vorreiter der neuen Ostpolitik und sprach sich schon früh für die Zwangsarbeiter-Entschädigung aus. Erst spät wurde bekannt, dass er 1942 bis 1944 in Polen Hunderten von verfolgten Juden das Leben gerettet hat. Von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wurde er dafür als »Gerechter unter den Völkern« geehrt.
Heute, in einer Zeit, in der Gier und Verantwortungslosigkeit das Vertrauen in die Marktwirtschaft zutiefst erschüttert haben, sind die Prinzipien aktueller denn je, für die Berthold Beitz ein Leben lang stand und noch...
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Fülszöveg
Er gab nur wenige Interviews und erzählte nie viel von sich selbst - bis zu diesem Buch. Joachim Käppner beschreibt das faszinierende Leben von Berthold Beitz, des über Jahrzehnte wichtigsten Industriellen der Bundesrepublik. Er kam 1953 als Generalbevollmächtigter zu Krupp und machte aus dem Unternehmen, das zum Sinnbild von deutschen Kriegen und Kanonen geworden war, einen zivilen, modernen Konzern. Unbeirrt von Feinden und Ideologien, war Beitz einer der Vorreiter der neuen Ostpolitik und sprach sich schon früh für die Zwangsarbeiter-Entschädigung aus. Erst spät wurde bekannt, dass er 1942 bis 1944 in Polen Hunderten von verfolgten Juden das Leben gerettet hat. Von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wurde er dafür als »Gerechter unter den Völkern« geehrt.
Heute, in einer Zeit, in der Gier und Verantwortungslosigkeit das Vertrauen in die Marktwirtschaft zutiefst erschüttert haben, sind die Prinzipien aktueller denn je, für die Berthold Beitz ein Leben lang stand und noch immer steht: Ausgleich, soziale Gerechtigkeit und Verantwortung. Die Biographie eines Mannes, der Zeitgeschichte geschrieben hat.
JOACHIM KÄPPNER ist Redakteur und Autor bei der Süddeutschen Zeitung. Der promovierte Historiker veröffentlichte u. a. Erstarrte Erinnerung. Der Holocaust im Spiegel der DDR-Geschichtswissenschaft [\999) und ist Herausgeber und Mitautor von Die letzten 50 Tage: 1945 - als der Krieg zu Ende ging (2005) und Befreit, besetzt, geteilt. Deutschland 1945-1949 [2006]. Im Berlin Verlag erschien von ihm Die Familie der Generäle. Eine deutsche Geschichte [2007). Joachim Käppner lebt mit seiner Familie in München.
»Was für ein Leben! Und was für eine Lebensleistung!« - ^HELMUT SCHMIDT
Berthold Beitz hat Zeitgeschichte geschrieben. An der Spitze des Krupp-Konzerns war er über Jahrzehnte einer der einflussreichsten Männer der deutschen Wirtschaft, für den soziale Verantwortung stets im Mittelpunkt stand. Seit den fünfziger Jahren machte er Krupp wieder zu einem weltweit anerkannten Unternehmen. Gegen zahllose Widerstände war er einer der Vorreiter der neuen Ostpolitik. Er sprach sich früh für eine Zwangsarbeiter-Entschädigung aus. Erst spät wurde bekannt, dass er während des Krieges in Polen Hunderten von verfolgten Juden das Leben gerettet hat - eine Tat, für die er in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als »Gerechter unter den Völkern« geehrt wurde.
Beitz' Leben ist geprägt von mutigem, entschiedenem und oft einsamem Handeln, ein Handeln, wie es nur eine große innere Freiheit möglich macht.
Vissza