Dieses Buch ist die Arbeit eines jungen Amerikaners. Er ist der Sohn des ehemaligen Hohen Kommissars der Vereinigten Staaten für Deutschland, John J. McCloy. Sein Studium absolvierte er, u. a. in deutscher Sprache und Literatur, an der Universität Princeton, und danach diente er als Offizier in der amerikanischen Armee in Deutschland. Aus seinen Erlebnissen und aus dem reichen Erfahrungsschatz seines Vaters erwuchs ihm das Verständnis für die außergewöhnliche deutsche Tragik. Diese liegt im besonderen in dem Scheitern des deutsdien Versuchs der Selbstbefreiung am 20. Juli 1944 und zugleich darin, daß das heroische Unternehmen in letzter Stunde, als nichts mehr zu retten war als der deutsche Name, mißlingen und der Leidenskelch bis zum bittern Ende geleert werden mußte. McCloy hat diese tragische Verstrickung nicht nur verstanden, sondern auch dargestellt und gestaltet. Es handelt sich bei der vorliegenden Schrift nicht um eine bis ins letzte ausgefeilte wissenschaftliche Arbeit,...
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Dieses Buch ist die Arbeit eines jungen Amerikaners. Er ist der Sohn des ehemaligen Hohen Kommissars der Vereinigten Staaten für Deutschland, John J. McCloy. Sein Studium absolvierte er, u. a. in deutscher Sprache und Literatur, an der Universität Princeton, und danach diente er als Offizier in der amerikanischen Armee in Deutschland. Aus seinen Erlebnissen und aus dem reichen Erfahrungsschatz seines Vaters erwuchs ihm das Verständnis für die außergewöhnliche deutsche Tragik. Diese liegt im besonderen in dem Scheitern des deutsdien Versuchs der Selbstbefreiung am 20. Juli 1944 und zugleich darin, daß das heroische Unternehmen in letzter Stunde, als nichts mehr zu retten war als der deutsche Name, mißlingen und der Leidenskelch bis zum bittern Ende geleert werden mußte. McCloy hat diese tragische Verstrickung nicht nur verstanden, sondern auch dargestellt und gestaltet. Es handelt sich bei der vorliegenden Schrift nicht um eine bis ins letzte ausgefeilte wissenschaftliche Arbeit, wenn auch jede Aussage ausschließlich auf den gesicherten, bisher zur Verfügung stehenden Quellen zur deutschen Widerstandsbewegung beruht. So hat der Verfasser auch die sogenannten Kaltenbrunner-Berichte ausgewertet. Freilich konnten diese Zusammenfassungen über die Vorgänge um den 20. Juli, die Kaltenbrunner an den „Reichsleiter" Martin Bormann leitete, wegen der in ihnen enthaltenen Verzerrungen und Verdrehungen der Wahrheit - waren sie doch für Hitlers persönlichen Konsum bestimmt - nur mit äußerster Vorsicht und Zurückhaltung herangezogen werden. Der Anhang enthält neben ausführlichen Anmerkungen und Quellennadiweisen eine Auswahl von Dokumenten aus diesem Bereich, u. a. Berichte der Sonderkommission,
ein Volksgerichtshofurteil und einen Beridit des Prozeßbeobachters der Parteikanzlei über die Verhandlung gegen Moltke, Ger-stenmaier u. a.
So entstand ein lebendiger Abriß der Entwicklung der deutschen Widerstandsbewegung einschließlidi ihres dramatischen Höhepunktes am 20. Juli 1944. In einem weiteren Kapitel untersudit der Verfasser die Motive der Verschwörer, ein besonders verdienstvolles Unternehmen angesichts der zahllosen Verunglimpfungen, denen der Widerstand gegen das nationalsozialistisdie Verbrecherregime auch heute noch ausgesetzt ist. Durch die Distanz und Unparteilichkeit des ausländischen Beobachters und durch die Skepsis des Angehörigen der Siegermacht erhält gerade dieses Kapitel sein außerordentliches Gewicht. Schließlich skizziert John McCloy II noch die Wirkung der Widerstandsbewegung auf das Nadikriegsdeutsdiland. Das ganze Buch steht denn auch unter dem Gedanken, daß die deutschen Widerstandskämpfer mit den größten Opfern, die Menschen bringen können, den Deutschen ein Vermächtnis, ein Erbe von unschätzbarem menschlichem und ethischem Wert, hinterlassen haben, dessen wir uns durch unser Tun und durch unsere Haltung immer und immer wieder würdig erweisen müssen. Mit dem sicheren Sinn für das Wesentliche hat deshalb der Verfasser das Wort des ehemaligen Bundespräsidenten Professor Theodor Heuss vom „Geschenk an die deutsdie Zukunft" als Leitgedanken über seine Arbeit gestellt.
FRIEDRICH VORWERK VERLAG
Vissza
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