Fülszöveg
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Im gastfreien Hause der Duscheks hat sich eine heitere Künstlergesellschaft versammelt. Es ist der Vorabend der glanzvollen Uraufführung des „Don Giovanni", und der berühmte junge Kompositeur Wolfgang Amadeus Mozart ist eigens in die Moldaustadt gereist, um „seinen" Prägern das neueste Werk zu präsentieren. Noch steht die Ouvertüre nicht auf dem Papier, noch beschwören ihn Bondini, Prinzipal der Operntruppe, dessen Sängerinnen und auch die Duscheks, nicht länger mit der Niederschrift zu zögern. Mozart wehrt freundlich ab. Anderes bedrängt ihn: Er ist Konstanzes nicht mehr sicher; liebt sie ihn noch oder beginnt sie, sich von ihm abzuwenden. Sein Ansehen am Wiener Hof, so glänzend es scheint, ist fragwürdig, wie zuvor. Soll er dem freundschaftlichen Anerbieten Duscheks folgen und seinen gesicherten Platz in Prag finden, inmitten eines Publikums, das ihn liebt und versteht? In dieser Situation wird die Ankunft des greisen Casanova gemeldet, des fast...
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Im gastfreien Hause der Duscheks hat sich eine heitere Künstlergesellschaft versammelt. Es ist der Vorabend der glanzvollen Uraufführung des „Don Giovanni", und der berühmte junge Kompositeur Wolfgang Amadeus Mozart ist eigens in die Moldaustadt gereist, um „seinen" Prägern das neueste Werk zu präsentieren. Noch steht die Ouvertüre nicht auf dem Papier, noch beschwören ihn Bondini, Prinzipal der Operntruppe, dessen Sängerinnen und auch die Duscheks, nicht länger mit der Niederschrift zu zögern. Mozart wehrt freundlich ab. Anderes bedrängt ihn: Er ist Konstanzes nicht mehr sicher; liebt sie ihn noch oder beginnt sie, sich von ihm abzuwenden. Sein Ansehen am Wiener Hof, so glänzend es scheint, ist fragwürdig, wie zuvor. Soll er dem freundschaftlichen Anerbieten Duscheks folgen und seinen gesicherten Platz in Prag finden, inmitten eines Publikums, das ihn liebt und versteht? In dieser Situation wird die Ankunft des greisen Casanova gemeldet, des fast legendären Liebhabers und Verführers. Im Zusammentreffen Mozarts und Casanovas werden zwei Zeitalter, zwei grundverschiedene Auffassungen vom Leben und von der Kunst in einer heiter gelösten Handlung konfrontiert. Die Erzählkunst Louis Fürnbergs hat diese Begegnung in einer meisterhaft subtilen Darstellung eingefangen.
FÜRNBERG
Ein Lesebuch für unsere Zeit I
Auswahl von Hans Böhm
unter Mitarbeit des Louis- Fürnberg-A rchivs Mit einer Einleitung |
von Henri Poschmann |
I
432 Seiten, mit 11 Abbildungen •
Leinen • 6,5 o M Best.-Nr. 610299 3 '
Aus dem Inhalt:
Lyrik: ¦
Der Bruder Namenlos Aus: Hölle, Haß und Liebe ;
Die spanische Hochzeit
Aus: El Shatt '
Aus: Wanderer in den Morgen l*
Aus: Das wunderbare Gesetz
Aus dem Nachlaß: s-
Er:(ählende Prosa Mozart-Novelle
Genosse soundso '
Kleines Sonntagsstück • u. a. 1
Aufsattle und Briefe: Echo von Links |
Tolstoi und die Gegenwart Briefe an junge Schriftsteller
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