Fülszöveg
In diesem Buch wird das Leben der großen Gospelsängerin Mahalia Jackson erzählt. Das Leben einer farbigen Künstlerin aus den USA, für die Religiosität stets tief empfundene Menschlichkeit bedeutete und ihr Handeln bestimmte. Mit ihren Gospel Songs wandte sie sich gegen das Böse in der Welt, gegen die Entwürdigung des Menschen und gegen den Krieg. Durch ihre stimmlichen und musikalischen Qualitäten stellte sie das geistliche Gegenstück zu den großen Sängerinnen des klassischen Blues dar. Paul Robeson, der bedeutendste Interpret mitreißender Kampflieder der amerikanischen Neger, sagte einmal, er sei „entzückt von der hochbegabten Kirchenliedsängerin Mahalia Jackson".
In New Orleans, der Stadt, von der der Jazz seinen Ausgang genommen hat und aus der prominente Vertreter dieser Musikgattung hervorgegangen sind, wurde im Oktober 1911 Mahalia Jackson geboren. Von ihren Eltern mit fast puritanischer Strenge erzogen - ihr Vater, ein Hafenarbeiter, versah das Amt eines Geistlichen in...
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Fülszöveg
In diesem Buch wird das Leben der großen Gospelsängerin Mahalia Jackson erzählt. Das Leben einer farbigen Künstlerin aus den USA, für die Religiosität stets tief empfundene Menschlichkeit bedeutete und ihr Handeln bestimmte. Mit ihren Gospel Songs wandte sie sich gegen das Böse in der Welt, gegen die Entwürdigung des Menschen und gegen den Krieg. Durch ihre stimmlichen und musikalischen Qualitäten stellte sie das geistliche Gegenstück zu den großen Sängerinnen des klassischen Blues dar. Paul Robeson, der bedeutendste Interpret mitreißender Kampflieder der amerikanischen Neger, sagte einmal, er sei „entzückt von der hochbegabten Kirchenliedsängerin Mahalia Jackson".
In New Orleans, der Stadt, von der der Jazz seinen Ausgang genommen hat und aus der prominente Vertreter dieser Musikgattung hervorgegangen sind, wurde im Oktober 1911 Mahalia Jackson geboren. Von ihren Eltern mit fast puritanischer Strenge erzogen - ihr Vater, ein Hafenarbeiter, versah das Amt eines Geistlichen in der Baptistengemeinde —, war es für sie selbstverständlich, am Sonntag in die Kirche zu gehen. Hier lernte sie die Musik kennen und lieben, sie nahm das Erbe ihrer Vorfahren, die alten Spirituals, die Lieder und Hymnen der Baptisten, in sich auf. Natürlich übte auch der Jazz seinen Einfluß auf sie aus, und dank der Schallplatte lernte sie auch die
gesanglichen Leistungen der namhaften Bluessängerinnen kennen. Bereits als Sollstin im Quintett der Chikagoer „Greater Salem Baptist Church" zeichnete sich ihr künstlerischer Aufstieg ab. Mit der Aufnahme „Move On Up A Little Higher" im Jahre 1947 wurde sie in Amerika berühmt.
Mahalia Jackson hatte alle Voraussetzungen, eine große Jazzsängerin zu werden. Doch ihre tiefe religiöse Überzeugung war so stark, daß sie alle verlockenden Angebote ausschlug und sich einzig und allein der religiösen Musik widmete. Ihre Erfolge bahnten ihr zwar den Weg auf das Konzertpodium, doch kehrte sie immer wieder zurück zu den Gesangsabenden der Negerkirchen ihrer Heimat.
Eng befreundet mit Martin Luther King und Ralph Abernathy, war sie als Mitglied im Direktorium der „Southern Christian Leadership Conference" im August 1963 dabei, als die Bürgerrechtsbewegung Amerikas ihren großen Tag eriebte, den Marsch der Zweihundertfünfzigtau-send auf Washington. Im Alter von sechzig Jahren starb Mahalia Jackson im Januar 1972. Ihr Leben endete so, wie eines ihrer Lieder angefangen hatte: Eines Tages werde ich einschlafen Und von dieser Erde weggehen, Aber meine Seele wird ein besseres Land erreichen
Union VeHag Berlin
Vissza