Fülszöveg
MIRO
von Gaston Diehl
Miró ließ es sich gefallen und sagte nie etwas dagegen, wenn so oft erklärt wurde, er habe doch in seinem Leben immer reichlich Glück gehabt, und ihm wären nie Steine in den Weg gelegt worden. Tatsache ist aber, daß er oft genug kämpfen mußte, um sich zu behaupten, und um mit den so überaus unbeweglichen Vorurteilen fertigzuwerden. Es gab oft recht schwierige Situationen, denen er entgegentreten mußte.
Diese Abenteuer, diese vielfältigen Widerstände sind heute noch am unerwarteten Widerhall in Miros Arbeiten zu erkennen; Der Verfasser verweist darauf und analysiert die Wirkung. Er stellt dabei auch die Beziehung klar, die etwa zu Picasso oder Max Ernst besteht, deren Werk er schon vorher in dieser Reihe behandelte.
Jedenfalls aber war diese Art der Ejdstenz im Widerspruch und die daraus entspringende Weise des Schaffens nur möglich für einen außergewöhnlichen Charakter. Dem Künstler war es gegeben, das enge Verhältnis zum ursprünglichen, kindhaften Leben...
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Fülszöveg
MIRO
von Gaston Diehl
Miró ließ es sich gefallen und sagte nie etwas dagegen, wenn so oft erklärt wurde, er habe doch in seinem Leben immer reichlich Glück gehabt, und ihm wären nie Steine in den Weg gelegt worden. Tatsache ist aber, daß er oft genug kämpfen mußte, um sich zu behaupten, und um mit den so überaus unbeweglichen Vorurteilen fertigzuwerden. Es gab oft recht schwierige Situationen, denen er entgegentreten mußte.
Diese Abenteuer, diese vielfältigen Widerstände sind heute noch am unerwarteten Widerhall in Miros Arbeiten zu erkennen; Der Verfasser verweist darauf und analysiert die Wirkung. Er stellt dabei auch die Beziehung klar, die etwa zu Picasso oder Max Ernst besteht, deren Werk er schon vorher in dieser Reihe behandelte.
Jedenfalls aber war diese Art der Ejdstenz im Widerspruch und die daraus entspringende Weise des Schaffens nur möglich für einen außergewöhnlichen Charakter. Dem Künstler war es gegeben, das enge Verhältnis zum ursprünglichen, kindhaften Leben zu erhalten, dazu das Gefühl für das Dramatische des Lebens überhaupt, und vor allem das Wissen, in die erdgebundenen Kräfte einer Landschaft eingebettet zu sein, die noch heute weit mehr als alle anderen die Wechselfälle der Geschichte widerspiegelt: Katalanien hat sie unter dem äußerlich so zärtlichen Lächeln alle bewahrt. Miró ist das stete und geduldige Suchen gegeben, und er wußte die geheimen und magischen Zeichen der Kindheit wiederzufinden. Er hat unablässig daran gearbeitet und experimentiert, auch unter Ausnützen der Möglichkeiten, die ihm die Stiftung Fondation Maeght gab, und in grandioser Weise konnte er während der letzten Jahrzehnte seme Wirkung weltweit auf allen Gebieten nicht nur auf rechterhalten, sondern auch noch erweitern. Maßgebend dabei ist seine Fähigkeit, gegen Etablier tes aufzubegehren ebenso wie vergessene Tradition wieder zu Leben zu erwecken, alles im Grunde nach Prinzipien, die der Dadaismus unserer Zeit hinterlassen hat
Die vielen und ausgezeichneten Abbildungen in Farbe und Schwarzweiß, wie sie Grundsatz dieser Reihe sind, erleichtern bei einer derartigen Analyse dem Leser den Zugang zu den Geheimnissen eines solchen Werkes, das seine erstaunliche Kraft in die ganze Welt ausgestrahlt hat.
Mit 50 Farbbildern, 8 Zeichnungen in Schwarxweiß und ß Bildern von Plastiken
Vorderes Umschlagbild: Hirondelle, Amour (Schwalbe, Liebe) 1933-1934 Teppichkarton, Öl auf Leinwand, 200 x 250 cm Privatbesitz. New York
Hinteres Umschlagbdd Blau I, 1961 Öl auf Leinwand, 270 x 355 cm Sammlung Galerie Maeght, Paris
Vissza