Fülszöveg
Sieben Seelande? Man zähle nicht nach. Es ist wie mit den sieben Zwergen, Bergen,
Himmeln, Meeren, Raben, Schwaben und den siebenerlei Kräutern der Hamburger Aalsuppe, eine Glückszahl seit Babylon. Bei fünf hören die Sinne auf, da beginnt die Mystik und die Unendlichkeit. Zum Beispiel gehörte Jeverland auch mal zu uns, wo Häuptling Wiemcken 1360 seine Steinburg baute. Es geriet dann an Oldenburg, Anhalt, Rußland, Frankreich und wieder an Oldenburg.
Ähnlich rutschten auch andere Sprengel von einer Pranke in die andere. Dennoch blieben wir Ostfriesen, was, wie und wo wir waren, bewegt, aber standfest in den golfströmigen Geheimwirbeln unserer Zonenbreite, liegen wir doch symbolisch auf der Nabe des Sonnenrades, man schlage den Zirkel über Europa, soweit man mag, und im Achsenpunkt bei Aurich steht der Geist des Upstalbooms, der Weltesche vergleichbar. Hans Leip
Ostfriesland
Moore, Geest, Marschen, Wattenmeer und Inseln -zwischen Emsmündung und Jadebusen liegt eine...
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Fülszöveg
Sieben Seelande? Man zähle nicht nach. Es ist wie mit den sieben Zwergen, Bergen,
Himmeln, Meeren, Raben, Schwaben und den siebenerlei Kräutern der Hamburger Aalsuppe, eine Glückszahl seit Babylon. Bei fünf hören die Sinne auf, da beginnt die Mystik und die Unendlichkeit. Zum Beispiel gehörte Jeverland auch mal zu uns, wo Häuptling Wiemcken 1360 seine Steinburg baute. Es geriet dann an Oldenburg, Anhalt, Rußland, Frankreich und wieder an Oldenburg.
Ähnlich rutschten auch andere Sprengel von einer Pranke in die andere. Dennoch blieben wir Ostfriesen, was, wie und wo wir waren, bewegt, aber standfest in den golfströmigen Geheimwirbeln unserer Zonenbreite, liegen wir doch symbolisch auf der Nabe des Sonnenrades, man schlage den Zirkel über Europa, soweit man mag, und im Achsenpunkt bei Aurich steht der Geist des Upstalbooms, der Weltesche vergleichbar. Hans Leip
Ostfriesland
Moore, Geest, Marschen, Wattenmeer und Inseln -zwischen Emsmündung und Jadebusen liegt eine Kulturlandschaft, die Meer und Wind geprägt und unverwechselbar gemacht haben. Die berglose Region mit ihren Kanälen und Küstenflüssen, Hand-werl<erdörfern, Residenz- und Hafenstädten, Wehr-l<irchen und Windmühlen hat genug Vielfalt und Farbigkeit, um gegen den Verdacht grauer Eintönigkeit gefeit zu sein. Nicht nur die langen Sandstrände der Inseln locken die Besucher - «Ferien am Deich», das bunte Leben in den Küstenorten, fand als touristisches Programm in den letzten Jahren starken Zuspruch, und die Zahl der Besucher, die das Erlebnis der großen Weite und Stille der Küstenlandschaften zu schätzen wissen, wächst. Der Band porträtiert Ostfriesland als ein von Modernisierungstendenzen noch unbeschädigtes Land. Er beschreibt die Geschichte der freiheitsliebenden, durch den Kampf gegen die Naturgewalten selbstbewußt gewordenen Friesen, die Kunst und Architektur seiner alten Städte - Leer, Aurich, Emden oder Norden -, den Mikrokosmos der Moor- und Wattlandschaften, die Lebensart der eigensinnigen, aber sehr gastfreundlichen Menschen. In Bildessays wird Ostfriesland durch die atmosphärisch dichten Farbphotos Albert Wehners erschlossen; historische Stiche und alte Photos veranschaulichen die geschichtlichen Teile des Reisebildbands. Der Polyglott-Reiseteil stellt ausführiich die städtischen Zentren vor, beschreibt alles Sehenswerte der Inseln und gibt Empfehlungen, wie man mit Auto und Boot die ostfriesische Landschaft von ihrer schönsten Seite her kennenlernen kann.
Vissza