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„Das Prado-Museum in Madrid ist allein eine Spanienreise wert." Sein Besucher begeht einen Gratweg der Kunst. Van der Weyden und Bosch, Tizian und Tintoretto, El Greco und Rubens, Velázquez und Goya sind mit ihren Meisterwerken vertreten. „Sie halten im Prado Familientag", bemerkte Meier-Graefe. Zur Qualität der Sammlung, die ihr Dasein der Liebhaberei zweier Herrscherhäuser verdankt, gesellt sich die Quantität. Wo sonst finden sich unter einem Dach 34 Gemälde von El Greco, 36 von Tizian, 51 von Velázquez, 85 von Rubens und 118 von Goya! Kein Wunder, daß das Museum jährlich von rund einer Million Menschen besucht wird.
Mit einer in dreißig Jahren erworbenen Kennerschaft berichtet Anton Dieterich über den Prado. Nach einem historischen Rückblick über das Werden der Sammlung, der bis in die jüngste Vergangenheit — wußten Sie, daß während des Bürgerkrieges von 1936—1939 Pablo Picasso Prado-Direktor war - reicht, führt er zu den „Perlen" der Sammlung: von der „Triumphpforte zur...
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„Das Prado-Museum in Madrid ist allein eine Spanienreise wert." Sein Besucher begeht einen Gratweg der Kunst. Van der Weyden und Bosch, Tizian und Tintoretto, El Greco und Rubens, Velázquez und Goya sind mit ihren Meisterwerken vertreten. „Sie halten im Prado Familientag", bemerkte Meier-Graefe. Zur Qualität der Sammlung, die ihr Dasein der Liebhaberei zweier Herrscherhäuser verdankt, gesellt sich die Quantität. Wo sonst finden sich unter einem Dach 34 Gemälde von El Greco, 36 von Tizian, 51 von Velázquez, 85 von Rubens und 118 von Goya! Kein Wunder, daß das Museum jährlich von rund einer Million Menschen besucht wird.
Mit einer in dreißig Jahren erworbenen Kennerschaft berichtet Anton Dieterich über den Prado. Nach einem historischen Rückblick über das Werden der Sammlung, der bis in die jüngste Vergangenheit — wußten Sie, daß während des Bürgerkrieges von 1936—1939 Pablo Picasso Prado-Direktor war - reicht, führt er zu den „Perlen" der Sammlung: von der „Triumphpforte zur flämischen Malerei", Rogier van der Weydens „Kreuzabnahme", über den „Garten der Lüste" von Bosch, das „Selbstbildnis von 1498" Dürers, den
„Kardinal" Rafíaels, Tizians „Reiterbildnis Karls V. in der Schlacht von Mühlberg", die Meisterwerke eines El Greco, Velázquez, Zurbarán, Murillo und Rubens bis zu den „Schwarzen Bildern" Goyas. Dazu bringt Dieterichs Buch eine Fülle von Angaben zu den Künstlern, ihren Themen und dem Schicksal der Gemälde. Er geht auch auf Veränderungen des Kunstgeschmacks ein, denen zufolge der Prado-Besucher von heute sich fast magisch von Goya angezogen fühlt, während nach der letzten Jahrhundertwende die Kunstfreunde aller Welt den Prado fast ausschließlich zum Ziel einer Pilgerfahrt zu El Greco gemacht hatten. Sei es in der Deutung des geheimnisvollen Bosch oder des späten Goya, sei es in einer diskreten Distanz zu El Greco oder im Eintreten für Rubens, jeweils verrät der Autor ein hohes Maß selbständigen Sehens, das nicht selten die herkömmlichen Urteile hinter sich läßt.
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Ein weiterer Band dieser Reihe
Erich Pfeiffei-Belli
RUNDGANG DURCH DIE ALTE PINAKOTHEK MÜNCHEN
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