Fülszöveg
Sdion die äußere Tatsadie, daß das vorliegende Werk des Konzils-theologen und Professors der Dogmatik in der 3. Auflage, die einen Kommentar von 240 Seiten zur Ekklesiologie des Vaticanum II enthält, gleidizeitig in englisdier, französisdier und italienischer Übersetzung er-sdieint, ist ein Hinweis auf seine positive Aufnahme: Das Werk ist ein „Wendepunkt" in der Entwidtlung der Ekklesiologie (Speculator) und das „widitigste Anzeidien für die pneumatologisdie Phase, die sidi in der Ekklesiologie ankündigt" (R. Laurentin). Der Verfasser erlebte in diesem Buch die Genugtuung, daß er „seine grundlegenden Gedankengänge mit Redit durdi die Aussagen des Zweiten Vatikanisdien Konzils bestätigt sehen darf. Wir braudien uns hier mit der Grundthese des Verfassers, daß die Kirdie nidit so sehr als Ausweitung der Mensdiwerdung, also durdi den Bezug auf den Logos, sondern riditiger in Analogie zur Mensdiwerdung des Logos als ge-sdiiditlidie Verleiblidiung des Heiligen Geistes zu konzipieren...
Tovább
Fülszöveg
Sdion die äußere Tatsadie, daß das vorliegende Werk des Konzils-theologen und Professors der Dogmatik in der 3. Auflage, die einen Kommentar von 240 Seiten zur Ekklesiologie des Vaticanum II enthält, gleidizeitig in englisdier, französisdier und italienischer Übersetzung er-sdieint, ist ein Hinweis auf seine positive Aufnahme: Das Werk ist ein „Wendepunkt" in der Entwidtlung der Ekklesiologie (Speculator) und das „widitigste Anzeidien für die pneumatologisdie Phase, die sidi in der Ekklesiologie ankündigt" (R. Laurentin). Der Verfasser erlebte in diesem Buch die Genugtuung, daß er „seine grundlegenden Gedankengänge mit Redit durdi die Aussagen des Zweiten Vatikanisdien Konzils bestätigt sehen darf. Wir braudien uns hier mit der Grundthese des Verfassers, daß die Kirdie nidit so sehr als Ausweitung der Mensdiwerdung, also durdi den Bezug auf den Logos, sondern riditiger in Analogie zur Mensdiwerdung des Logos als ge-sdiiditlidie Verleiblidiung des Heiligen Geistes zu konzipieren sei und daher sinngemäß in der den trinitarisdien und diristologischen Formeln entsprechenden ekklesiologisdien Formel ,Eine Person (nämlidi die des Heiligen Geistes) in vielen Personen (nämlidi denen Christi und der Christen)' gefaßt werde, nidit mehr zu befassen. Sie wurde allgemein als fruditbarer Ansatz einer mehr pneumatologisdien Ekklesiologie angesehen und widerspridit audi nidit einer mehr diristologisdi gefaßten Ekklesiologie, sondern gibt ihr die fruchtbare und notwendige Ergänzung" Das Werk bekundet „ein erstaunliches Gleichmaß von spekulativer Tiefgründigkeit und positiver Gewissenhaftigkeit" (O. Semmelroth SJ). „Der Versudi, eine ekklesiologisdie Formel zu finden, ist ein Hinweis dafür, daß Heribert Mühlen von einer ebenso umfassenden wie anspruchsvollen Fragestellung bewegt ist — und sdion dies ist ein Zeidien für theologische Qualität Die vorliegende Arbeit stellt eine wissenschaftliche Leistung dar, die den Verfasser als profilierten Theologen ausweist." Seine Gedanken „sind in vielen Aussagen des Konzils aufgenommen und bestätigt worden" und in der Neuauflage versucht er, „die Lehre von der Kirdie im Geiste des Konzils und zugleich im Sinn einer recht verstandenen ökumenisdien Theologie weiterzuführen und sie noch umfassender und tiefer zu be-gründen"('ii. Fries). Mühlen erweist" in diesem, wie auch in seinen übrigen Werken „seine wirklidi außergewöhnliche Fähigkeit und theo-logisdie Begabung, die Rechte eines gesunden Personalismus in der systematischen Dogmatik zu verteidigen und neue personale Kategorien zu entdedcen" Bei der Anwendung der vom Vaticanum I empfohlenen Norm des nexus mysteriorum „zeigt sich Mühlen als ein wahrhafter Meister" und die von ihm vorgeschlagene ekklesiologisdie Grundformel ist „wirklidi eine theologisdie Synthese des gesamten Dogmas von fundamentaler Gesamtkonzeption" (Gregorianum). Näherhin ist es die Intention dieser Formel, „die Ausdrucksweise an die der fundamentalen Mysterien anzunähern: In Gott, eine Natur in drei Personen; in Christus, eine Person in zwei Naturen; in der Kirche endlich, eine Person in vielen Personen Das Budi bringt also die hödisten Wahrheiten unseres Glaubens in Zusammenhang, um daraus eine durch die Offenbarung selbst nahegelegte Synthese zu entwickeln. Dieser Versudi hat uns lebhaft interessiert: er verrät eine außerordent-
liehe Denkkraft, gestützt auf eine persönliche Quellenkenntnis Die kühne und sehr ausgewogene Synthese eröffnet uns wenig bekannte und bereichernde Perspektiven. Als Beispiel nennen wir: der Heilige Geist und die Zeit, der Heilige Geist und die Tradition, die ,personale' Kausalität Christi in den sakramentalen Vollzügen, die Konsekration zu einer ekklesialen Funktion als Verhältnis von Person zu Person" (G. Philips). Die vorgeschlagene Formel ist der „originellste Beitrag zu einer Theologie des Mysteriums der Kirche" und die in ihr enthaltene „zusammenhängende und gesicherte Synthese hinsichtlich der Funktion des Heiligen Geistes in der Kirdie kann auf den Leser nicht den Eindruck eines geglüdtten Versuches zu einer Erneuerung der Ekklesiologie verfehlen. Sie bewegt sich ganz und gar auf der Linie der konziliaren Debatten und Lehren von der Kirdie" (P. de Letter SJ). Das Werk „bedeutet für die Ekklesiologie eine ungewöhnliche Be-reidierung" (M. Schmaus), es ist eine „Wende in der Ekklesiologie und eines von den wenigen Büdiern aus den letzten, der Theologie der Kirche gewidmeten Jahren, welches sidi sofort der Aufmerksamkeit der Ekklesiologen aufdrängt Die Darlegung ist klar und durch-siditig, die Methode zugleich wissensdiaftlich und pädagogisdi. Außerdem tritt in der Ausarbeitung der theologischen Schlußfolgerungen eine soldie Umsicht, eine solche Nüchternheit zutage, daß man von diesen Qualitäten ganz eingenommen ist, und zwar um so mehr, als sie in unserer Epodie der Wort-Inflation selten geworden sind" (G. De-jaifve SJ). „Mühlens origineller, aus seinem Titel ersichtlicher Beitrag ist hödist beachtlich und als Fundierung und Ergänzung meiner Anregungen unentbehrlich" (H. Urs von Balthasar). „Ohne Zweifel liegt hier eine schöpferische Konzeption vor", die „der Einheit der zer-spaltenen Christenheit dienen kann" (Quatember). „Die Frage nach dem eigentlidien Verhältnis von Christus und Kirche ist es ja auch, die im Gespräch mit der römisch-katholischen Kirche zutiefst kontrovers ist. Für die Auseinandersetzung um diese so wichtige Frage führt eine neu erschienene, zwar sehr diffizile, aber sehr profilierte katholische Studie wesentlidi weiter" (E. Kinder). Maria kann durchaus „als die normative Subjektivität der bräutlich antwortenden Kirche angesprochen werden, aber es wird die Gefahr aufgezeigt, daß Maria in dem Maße in die Stellung und Funktion des Heiligen Geistes einrückt, als der schöpferische Akt des Parakleten als Ursprung der historischen Kirche eliminiert wird. Im Gespräch mit den nicht römischen Kirchen kommt dieser Intention einer Rückgliederung Mariens in die Kirche, wodurch die Sicht auf die Mittlerschaft des Heiligen Geistes erst wieder freigegeben würde, größte Bedeutung zu" (Caritas). „Das Werk ist ein geordnetes, wohl durchdachtes, sehr deutsdies Buch geworden, in welchem eine der wichtigsten Auffassungen der heutigen Ekklesiologie auf markante Weise Gestalt gewinnt" (Tijdschrift voor Theologie). „Bei aller spekulativen Kraft und Anspannung ist es ein Musterbeispiel einer durch und durdi lebendigen Theologie, wie sie in den letzten hundert Jahren vielleicht nur M. J. Scheeben gelang" (A. Winkl-hofer).
Besprechungen zu dem ebenfalls in dritter Auflage erschienenen Werk des Verfassers „Der Heilige Geist als Person" siehe Seite 630.
v'A'
Vissza