Fülszöveg
Terror, Krieg und Verfolgung prägen die Geschichte der Gegenwart wie kein anderes Phänomen. Warum töten Menschen? Was geht bei individuellen und kollektiven , Gewalttaten vor sich? Was geschieht auf den Schlachtfeldern und an den Schauplätzen
des wilden Krieges? Wolfgang Sofsky untersucht die Sozialformen des Terrors: den Amoklauf und das Attentat, das Lynchen und Schänden, die Menschenjagd und den Todesmarsch, die Schrecken des regulären Staatenkriegs und des neuen Terrorkriegs.
Sofskys Analysen klären über die Logik von Gewaltexzessen auf. Die mikroskopische Beschreibung historischer und aktueller Ereignisse zeigt deutlich, daß die Impulse zur Grausamkeit und die Dynamik des Terrors sozial und anthropologisch tief verankert sind - zu tief, um der Hoffnung nachhängen zu können, sie wären dauerhaft und verläßlich zu unterdrücken.
Der letzte Teil des Buches ist der Zeit nach dem Schrecken gewidmet: der Vergeltung durch Rache oder Strafe, dem Vergessen und Erinnern, den...
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Fülszöveg
Terror, Krieg und Verfolgung prägen die Geschichte der Gegenwart wie kein anderes Phänomen. Warum töten Menschen? Was geht bei individuellen und kollektiven , Gewalttaten vor sich? Was geschieht auf den Schlachtfeldern und an den Schauplätzen
des wilden Krieges? Wolfgang Sofsky untersucht die Sozialformen des Terrors: den Amoklauf und das Attentat, das Lynchen und Schänden, die Menschenjagd und den Todesmarsch, die Schrecken des regulären Staatenkriegs und des neuen Terrorkriegs.
Sofskys Analysen klären über die Logik von Gewaltexzessen auf. Die mikroskopische Beschreibung historischer und aktueller Ereignisse zeigt deutlich, daß die Impulse zur Grausamkeit und die Dynamik des Terrors sozial und anthropologisch tief verankert sind - zu tief, um der Hoffnung nachhängen zu können, sie wären dauerhaft und verläßlich zu unterdrücken.
Der letzte Teil des Buches ist der Zeit nach dem Schrecken gewidmet: der Vergeltung durch Rache oder Strafe, dem Vergessen und Erinnern, den moralischen Gefühlen der Schuld und Scham, schließlich dem Verschwinden der Spuren. Das Buch argumentiert jenseits der eingefahrenen Diskurse über die moderne Zivilisation und ihre vermeintlichen Errungenschaften. Es verbindet historische, psychologische, soziologische und philosophische Perspektiven zu einer neuen Anthropologie der Macht und Gewalt, die von erheblicher politischer Bedeutung Ist.
Wolfgang Sofsky, L^
geboren 1952, ist Publizist und Professor für Soziologie. Er lehrte an den Universitäten Göttingen und Erfurt. 1993 erhielt er den Geschwlster-Scholl-Preis für »Die Ordnung des Terrors. Das Konzentrationslager«. 1996 erschien das »Traktat über die Gewalt« (beide S.Fischer Verlag). Seine Bücher wurden In mehrere Sprachen übersetzt. Seine Essays und Kommentare sind regelmäßig In der deutschsprachigen Presse zu j||sen.
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